Zur Berichterstattung über Corona (Politikteil):
Die Virologen, allen voran das Robert-Koch-Institut, befanden sich bis vor Kurzem in einem (medialen) 100-jährigen Dornröschenschlaf, aus dem sie erstmals durch Corona aufgeweckt wurden. Plötzlich standen sie im Rampenlicht, es gab kaum eine Fernsehsendung ohne sie. Sie galten als Retter und Helden, konnten die Politik nach Belieben herumkommandieren und bekamen staatliche Gelder ohne Ende.
Die momentanen Fakten (niedrigste Inzidenzwerte, kaum noch schwere Krankheitsverläufe oder Todesfälle) zeigen, dass man Corona hierzulande offenbar in den Griff bekommen hat. Das bedeutet, dass die Virologen gute Arbeit geleistet haben, und zweitens, dass man sie jetzt nicht mehr braucht.
Aber die Virologen wollen freiwillig nicht abtreten. Deshalb erfinden sie neue Bedrohungsszenarien: gefährdete Kinder und Jugendliche, die vierte, fünfte und sechste Welle samt Corona-Tsunami, die bösen Urlauber-Rückkehrer, die tausendmal schlimmere Deltavariante (die Epsilon-Variante steht schon in den Startlöchern), die erwartete Inzidenz von 800. Wenn man die Begründungen ansieht, sind das lauter Konjunktive und Vermutungen.
Die Lieblingsbegründung der Virologen sind mathematische Modellrechnungen. Ich bin Mathematiker und weiß, wie das läuft: Es werden 100 derartige Modellrechnungen gemacht. Das eine Ergebnis, welches die größte Bedrohung vorhersagt, wird zur Richtlinie erhoben, und die übrigen 99 Rechnungen, die genau so glaubhaft sind, kommen auf den Müll.
In Anlehnung an ein berühmtes Zitat sollte es heißen: „Der Virologe hat seine Schuldigkeit getan. Er kann gehen – in den nächsten 100-jährigen Dornröschenschlaf.“
Volker Lasser
Ampfing