Zum Leserbrief von Josef Grabmaier zum Thema: „Fernfahrer müssen besser bezahlt werden“ und zum Bericht „Könige der Landstraße sind Mangelware (Lokalteil):
Der Fachkräftemangel wird allgemein beklagt. Nicht nur in Deutschland. Herr Grabmaier führt in seinem Leserbrief aus, dass dafür in erster Linie – zum Beispiel bei den Lkw-Fahrern – eine unzureichende Bezahlung und schlechte Arbeitsbedingungen ursächlich sind. Dem kann man nur zustimmen.
Was für die Kapitäne der Landstraße gilt, trifft für viele weitere Berufe zu. Ob im Gesundheitsbereich – Schwestern und Pfleger – oder in vielen Handwerksberufen: Man beklagt deren Mangel, und es wird viel geredet über bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen. Konkrete Schritte in diese Richtung fallen weiterhin sehr bescheiden aus.
Wenn Eltern und auch die Jugendlichen selbst ihren künftigen beruflichen Lebensweg planen, denken sie neben der erwarteten gesellschaftlichen Anerkennung auch an künftige Entwicklungen. Man sollte nicht unterschätzen, dass zum Beispiel bei den Lkw-Fahrern auch die Diskussion der klimaschädlichen Auswirkungen zum Beispiel des Transports von Gütern auf der Straße eine Rolle spielt. Berichte über den Einsatz führerloser und/oder mit künstlicher Intelligenz (KI) gesteuerter Lkws sind ebenfalls nicht ohne Einfluss auf die Berufswahl.
Warum hört man so wenig darüber, von den etwa 2,5 Millionen Arbeitslosen einen Teil in die gefragten Berufe zu qualifizieren? Das Gleiche gilt für etwa vier Millionen Hartz-IV-Empfänger. Unsere regierenden Politiker hängen an dem Narrativ, Millionen Migranten integrieren zu können, aber scheitern offensichtlich an der Integration von Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern in den Arbeitsmarkt.
Gerhard Mania
Neumarkt-St.Veit