Zwischen Besonnenheit und Aufregung

von Redaktion

Zur derzeitigen Stimmung in Deutschland (Berichte im Politik- und Regionalteil):

Was ist los in unserem Land? Täglich liest man schreckliche Sachen in der Zeitung. Ein Arzt entscheidet, wen und ob er Leute impft, oder er spritzt irgendwas. Das ist einfach unverantwortlich. Was ist mit dem Eid, den Ärzte ablegen? Dann wird ein junger Student an einer Tankstelle erschossen, weil er die Anordnungen befolgt, die sein Arbeitgeber ihm gesagt hat. Der Täter wieder mal ein psychisch kranker Mensch? Kinder werden in einem Kindergarten gequält von kranken, abartigen Menschen. Die Eltern (in Berlin) fanden den Erzieher seltsam und es wurde nichts unternommen. Wer schützt unsere Kleinsten? In einem Hotel in Leipzig wird ein bekannter Sänger angeblich beleidigt und antijüdisch diffamiert. Überall sieht man Menschen, die aggressiv für ihre Rechte auftreten. Wir alle haben Rechte, aber auch Pflichten unserem Land und unseren Mitmenschen gegenüber. Erst nachdenken und besonnen sein, ist sicher besser, als immer nur zu meinen, das dürfe, das könne man. Wo soll das noch hinführen? Wir leben nach wie vor in einem reichen, glücklichen Land. Ist uns das eigentlich bewusst?

Irmgard Wagner

Riedering

Man hat grundsätzlich nichts gegen das dritte Geschlecht, soweit sich das in der Öffentlichkeit normal und anständig benimmt, so wie wir auch. Ja wia vui Gschlaachta gibt’s denn scho!? Des kun ma si selba aussuachn! Die Paraden mit dem Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter voraus, do kaannt oam teilweise grausn, zum Schpeim. Nun auch noch die Gender*Sprache im örtlichen Anzeiger. Zum Alm-Dialog heißt es Vertreter*innen. Zum Preis der Bayerischen Volksstiftung an Hans Berger steht MusikerInnen und SängerInnen. Bald gibt es nur noch SennerInnen! Ma woass nimma ob ma Mandl oda Weibe, Bua oda Dirndl is. Leit, wachts do endli amoi auf! Wir, die wir uns noch für Anstand, Moral, Sitte und Brauch und Wahrheit einsetzen, sind eine aussterbende Ethnie. Over the Rainbow is de neie Gseischoft! Und insane Voiksvaträtter aus dem „christlich geprägten Abendland,“ iatz habt’s de Quittung.

Ursula Resch

Oberaudorf

Ums Gendern soll es hier nicht gehen, sondern um den Leopard 4, der seine Arbeit auf der Ostseite der Romed-Klinik in Prien verrichtet. Tag um Tag, bei Sonnenschein und Regen, womöglich sogar bei Nacht, aber aus Tarnungsgründen hat er natürlich kein Licht. Erste Frage meines Mitpatienten oder von mir nach dem Aufwecken: „Ja, wo is er denn? Ah, dort drenten.“ Er war noch da, er tat seinen Dienst und gab uns Gewissheit, dass die Welt noch in Ordnung war (vielleicht außer bei uns selber). Die Rede ist von einem Mähroboter. Auf der gut 1000 Quadratmeter Wiese (kein Rasen) machte er jedes vorwitzig über die letzte Messerhöhe hinausgewachsenes Kräutlein einen Kopf kürzer. Gut: In der jetzigen Jahreszeit ist der Roboter leise, effektiv und billig. Nur wie sieht es in Frühjahr und Sommer aus? Hatten wir nicht ein Volksbegehren bezüglich der Bienen und der dazugehörenden Blüten? Wenn die Klinikleitung dort auf dieser Fläche einfach mal bis Ende Juni kein Mähgerät einsetzte – ich weiß es nicht, ob sie das tut – ergäbe es ohne irgendwelchen gärtnerischen Aufwand eine Blühwiese. Die Voraussetzungen in ihrer Vielfalt wachsen schon dort. Nach der Mahd dürfte dann Leo 4 seinen Dienst tun. Ich bin jetzt wieder zu Hause, aber wenn ich in den Garten schau, denke ich: „Ja, wo is er denn?“, und dann sehe ich ihn. Unserer sieht aus wie ein übergroßer Marienkäfer.

Stefan Kattari senior

Grassau

Artikel 5 von 11