Der undiplomatische Diplomat

von Redaktion

Zum Bericht „Ukraine-Botschafter Melnyk kritisiert Ex-Kanzlerin Merkel“ und zur Berichterstattung über den Ukraine-Konflikt (Politikteil):

Was kann sich eigentlich Andrij Melnyk noch alles erlauben? Er fordert, er will, er möchte, er mahnt. Wir sollen unsere Wirtschaft an die Wand fahren. Wir sollen ihnen alles an Waffen geben, was wir haben. Gleichzeitig beleidigt er uns ununterbrochen. Er beleidigt unser Staatsoberhaupt, er beleidigt Angela Merkel, die laut seiner Aussage Mitschuld am russischen Krieg hat. Ich hätte mal ein Dankeschön erwartet, aber das kann man von diesem Menschen nicht erwarten. Aber mit unseren Politikern kann er es ja machen.

Wolfgang Bichler

Vogtareuth

Nicht erstaunlich ist, dass die Welt und auch der ukrainische Präsident Selenskij wissen, dass Russlands narzisstischer Diktator Putin ein Kriegsverbrecher ist und sich deshalb vor dem Internationalen Tribunal in Den Haag zu verantworten hat. Erstaunlich ist aber, dass der ukrainische Präsident auch weiß oder vielmehr zu wissen behauptet, dass die demokratische Welt definitiv auf russisches Erdöl und Erdgas verzichten kann. Leider weiß er offensichtlich auch nicht, dass seine fast ultimative Forderung, NATO-Mitglied zu werden – und dadurch, dass er das Menetekel vom Ausbruch eines Dritten Weltkrieges an die Wand malte – dem russischen Aggressor den erhofften Anlass gab, völkerrechtswidrig und brutal die Ukraine zu überfallen und annektieren zu wollen. Auch weiß der ukrainische Präsident nicht – oder will es nicht wissen –, dass es äußerst undiplomatisch ist, in dieser Situation die solidarisch ausgestreckte Hand des deutschen Bundespräsidenten brüsk zurückzuweisen und ihn vor aller Welt als unerwünschte Person auszuladen. Mit dieser Ungeschicklichkeit hat Selenskij sowohl seinem eigenen Volke als auch der westlichen Solidargemeinschaft einen Bärendienst erwiesen – und dem von der Realität abgehobenen Despoten im Kreml ungewollt einen Gefallen erwiesen.

Jürgen Engelhardt

Stephanskirchen

Vor 50 Jahren habe ich meinen frühkindlichen, indoktrinierten Glauben beendet und mit dem Denken begonnen, was zwangsweise dazu führte, Atheist zu werden. Heute bin ich fast schon traurig darüber, weil ich mir den Terroristen und Massenmörder Putin mit seinen Gehilfen nicht in die ewige Verdammnis der Hölle wünschen kann. Denn wo kein Himmel, ist leider auch keine Hölle.

Bernhard Schellmoser

Rosenheim

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