Kontroverse über Abschiebungen

von Redaktion

Zum Bericht „Nigerianische Familie wird abgeschoben“ (Politikteil):

Natürlich tun einem die Leute leid, die nach Jahren in Deutschland wieder in die Heimat geschickt werden, auch wenn deren Kinder hier geboren sind. Und natürlich ärgert es viele Arbeitgeber, die billige Arbeitskräfte verlieren, weil manche Branchen nur noch mit Migranten besetzbar sind. Aber was wäre die Alternative? Alle da lassen in einem Land, das eh aus allen Nähten platzt und immer mehr finanzielle Probleme bekommt? Deutschland wurde zum Einwanderungsland Nummer Eins, obwohl die Bevölkerung dazu nie gefragt wurde. Wer sich kritisch dazu äußert, landet in der rechten Ecke. Also halten fast alle die Klappe. Jetzt heißt es, die vielen Einwanderer, wozu ja auch die meisten Flüchtlinge gehören, so gut wie möglich zu integrieren. Im Profisport tauchen auch immer mehr Einwanderer auf und im Fernsehen gibt es fast nur noch Ansager mit Migrationshintergrund wie auch in jeder TV-Serie. Ob das auf Dauer gutgeht?

Franz Oberberger

Frasdorf

Schon während ich den Artikel las, sind mir Zweifel gekommen, ob des gesunden Menschenverstandes in einigen deutschen Amtsstuben. Hier wurde eine Familie nach Nigeria abgeschoben, obwohl der Vater einer regelmäßigen Arbeit nachging und seine Familie versorgen konnte, Steuern zahlte und sein Chef mit ihm sehr zufrieden war. Doch im vergangenen Herbst lief seine Duldung aus und damit seine Arbeitserlaubnis. Der Hauptmann von Köpenick lässt schön grüßen. Die Kinder sind in Nigeria völlig fremd, können die Sprache nicht, die Eltern stehen vor dem Nichts. Hauptsache, der Amtsschimmel wiehert. Die Esiovwas haben aber alle Kriterien erfüllt, um hier weiter mit einer Duldung leben und arbeiten zu können. Die Kinder könnten weiter die Schule besuchen. Sind ethische und christliche Werte im katholischen Bayern nur imaginäre Werte, die dann wichtig sind, wenn es passt?

Diesem Fall gegenüber stehen Delikte von Migranten. Ich denke hier an einen Fall in Bad Aibling, wo ein afrikanischer Migrant einer Frau auflauerte und sie mit Steinen schwer verletzte. Anstatt abgeschoben oder zu einer Haftstrafe verurteilt zu werden, ermöglicht ihm das Gericht, und damit zwangsläufig der Steuerzahler, einen sorgenfreien Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik. Erwähnen muss ich auch den Mörder, der in Würzburg drei Frauen tötete und in die Psychiatrie eingewiesen wurde.

Nun, man kann Äpfel mit Birnen nicht vergleichen, aber man darf sich über solche Fälle seine Gedanken machen. Auch in Amtsschimmelstuben gibt es Ermessensspielraum. Und Menschlichkeit ist auch in diesen Stuben nicht strafbar.

Holger Mairoll

Kolbermoor

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