Kirche muss kein Event sein

von Redaktion

Zum Bericht „Heute noch Priester werden“ (Blickpunktseite):

Was soll, wenn über die Priesterberufung gesprochen wird, die schwachsinnige Frage wegen einer „exotischen“ Berufswahl? Diese Frage könnte man wohl auch zu jedem anderen Beruf stellen.

Ein jeder normaldenkende Mensch weiß, ohne den Priester (nur er kann eine Messe zelebrieren) hat die Institution katholische Kirche keinen Fortbestand. Die immer wieder diskutierten Missbrauchsfälle haben mit der Berufung nichts zu tun. Erst recht kann die katholische Kirche nicht andauernd durch den Dreck gezogen werden, wenn es Missbrauchstäter gibt. Diese arbeiten nicht nur in der Kirche.

Übrigens, die Herrschaften, die darüber am lautesten schreien, haben meistens am wenigsten mit der Kirche was am Hut. Die jungen Leute sind kaum in der Kirche vertreten, weil sie sich eine andere Kirche wünschen. Einer anderen Pressemitteilung war zu entnehmen, dass sich die junge Generation eine moderne Kirche mit viel Event und bunten Gottesdiensten vorstellen könne. Diese Herrschaften begreifen bis zum heutigen Tag nicht, dass es keine Wunschkirche gibt und auch nicht geben wird, wie wir sie uns gerne richten möchten, ganz nach unseren Gusto.

Die katholische Kirche hat ganz einfach, ohne Wenn und Aber, einen Auftrag Gottes zu erfüllen. Was uns alle selbst betrifft, wir sind das betende Volk Gottes. Da sind alle Laien gefragt, die die moderne Amtskirche angestellt hat. Anstatt die Altäre Gottes zu bestürmen, sollten sie der gesamten jungen Generation intensiv das Beten lernen. Haben im Übrigen die jungen Leute schon einmal was von Fatima gehört? Hat doch die Mutter Gottes den drei Seherkindern das intensive Gebet des Rosenkranzes aufgetragen? Rund um uns sind Krieg, Hungersnöte und Umweltkatastrophen. Ist da noch eine gott- und glaubenslose bunte Eventkirche gerechtfertigt? Unser Herrgott wird uns noch genug bestrafen. Und die Pandemie war schon Strafe genug, oder?

Jakob Grandl

Riedering

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