Zu den Berichten über den „Tag des Handwerks“ (Sonderteil):
Die Teilnahme am Arbeitsleben büßt zunehmend an Attraktivität ein. Besonders durch eine hohe Abgabenlast, eine nicht zielführende Umverteilungspolitik durch staatliche Stellen und durch zu geringen Abstand der Nettolöhne der arbeitenden Bevölkerung besonders im Niedrig- und Normallohnbereich zu einem Leben als reiner Sozialleistungsempfänger wird der Leistungswille systematisch unterminiert.
Deutschland ist ein Nettoniedriglohnland und auch ein Niedrigstrentenland. Eine Wende gibt es erst dann, wenn der Staat den Bürgern wieder einen höheren Anteil ihres Einkommens belässt. Auch die Presse sollte mit ihrer Fehlinformation aufhören, dass bei den Sozialabgaben der Arbeitgeber die Hälfte dazuzahlt. Dies ist nicht richtig, denn der Arbeitnehmer muss die Sozialabgaben auf seinem Arbeitsplatz vollständig erarbeiten, da sonst sein Arbeitsplatz einfach nicht mehr existiert.
Es muss auch der Informationsgrad der Lohnabrechnungen an diese Tatsache angepasst werden. Erst dann wird die große Diskrepanz zwischen Lohnsumme und ausgezahltem Nettolohn nach Abführung aller Steuern und Abgaben transparent und den Angestellten bewusst gemacht. Die seit vielen Jahren von der Politik verbreiteten leeren Floskeln „Mehr Netto vom Brutto“ und „Arbeit muss sich lohnen“ sind zu erfüllen und umzusetzen.
Georg Resch
Großkarolinenfeld