Vorsicht vor Chinas Plänen

von Redaktion

Zu „Zugang zu deutschen Hafeneinfahrten für Chinesische Schiffe“ (Politikteil):

China ist nur zu beglückwünschen, dass es in der deutschen Regierung so einen naiven Partner hat, der es bei der Fortführung seiner weit in die Zukunft weisenden Ziele zum eigenen Schaden unterstützt.

China soll sich mit einer Minderheitsbeteiligung bei einem Teil des Hamburger Hafens einkaufen können. Wer ist denn nun so unbedarft dumm, zu glauben, dass China keine Mittel und Wege finden wird, diese Minderheitsbeteiligung zu erhöhen und damit ein Mitspracherecht bei Entscheidungen der zuständigen Betreiberfirma möglich zu machen? Und schon hat sich Deutschland ohne Not in die nächste Abhängigkeit begeben.

Was hat Geschichte als Wissenschaft für einen Wert, wenn man nicht einmal bereit ist, aus aktuellem Geschehen Lehren zu ziehen? China ist ein autoritärer Staat, der hinreichend bewiesen hat, bestehende Verträge und Abmachungen ausschließlich im Hinblick auf seine Interessen und Fernziele auszulegen. Diesem Land wird nun eine weitere Möglichkeit zur Einflussnahme gegeben.

Deutschland kann von Glück sagen, dass die bisherigen, schon recht intensiven Wirtschaftsbeziehungen auch für China sehr wichtig sind. Würden sie kurzfristig wegfallen – es wäre das Ende für Deutschland.

Eberhard Sohn

Gars

Ich war dreimal in Tibet – das erste Mal waren kaum Chinesen zu sehen. Der Dalai Lama war bereits geflohen. Die Einheimischen kamen jeden Tag auf den Markt. Zuerst gingen sie einmal betend um ihren Dom. Danach gingen sie auf den Markt und zurück auf ihre Höfe, die teilweise in den Bergen lagen.

Im Jahr darauf gab es keinen Markt mehr mit Einheimischen, sondern nur mit Chinesen. Im dritten Jahr war die Bahnlinie von Peking nach Tibet fertig. Die Tibeter sind teilweise geflüchtet. Die, die noch da waren, hatten nichts mehr zu sagen. Alles haben die Chinesen an sich gerissen. Gibt man den Chinesen den kleinen Finger, haben sie sehr schnell die ganze Hand.

Hoffentlich kommt unsere allwissende Regierung so schnell wie möglich auf den Teppich.

Marlene Friedrich,

Raubling

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