Kleines Haar in der Suppe gefunden

von Redaktion

Zum Bericht „Ein Leben so bewegt wie die Tagesschau“ (Weltteil):

Ihre Redakteurin schreibt einen wunderbaren Artikel über die ehemalige Tagesschau-Sprecherin Dagmar Berghoff – mit viel Herzblut, aber auch mit komischen Elementen. Hat mir eigentlich sehr gut gefallen, bis ich dann plötzlich das Haar in der Suppe fand. Unter dem kleineren linken Bild oben steht nämlich: „31.12.1999: Berghoff moderiert ihre letzte Tagesschau – und verabschiedet zugleich ein Jahrtausend.“ Wie bitte? Hat eine Redakteurin nach 22 Jahren immer noch nicht mitbekommen, dass die Millenniumsnacht ein Jahr zu früh gefeiert wurde?

In unserer von Wirtschaft und Konsum regierten Welt konnte die Millenniumsnacht nicht früh genug kommen. Ob das stimmte oder nicht, war jedem selbst überlassen. Allerdings: Es gab kein Jahr Null, also kann man auch nicht nach 999 Jahren ein Jahrtausend beenden. Demzufolge hat unser neues Jahrtausend erst am 1. Januar 2001 begonnen.

Ich gebe ja zu: Es ist nicht ein Weltuntergang, aber als Redakteurin sollte man von diesem Kapitel Zeitrechnung schon gehört haben. Ich betone nochmals: Der Artikel an und für sich hat mir wunderbar gefallen, allein diese kleine Winzigkeit unter dem Foto hat mich stutzig gemacht.

Herbert Liess

Waldkraiburg

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