Umweltfolgen durch Wasser-Import

von Redaktion

Zum Bericht „Hoffen auf billigen Wasserstoff aus der Wüste“ (Wirtschaftsteil):

Zurzeit entsteht in den Medien geradezu ein Hype hinsichtlich der Verwendung von Wasserstoff als alternative Energiequelle, klimaneutral erzeugt durch den Einsatz von grünem Strom. Ja, in Nordafrika und dem Nahen Osten scheint die Sonne in großen Mengen, und auch Wind ist vorhanden. Damit ließe sich billiger grüner Strom zur Erzeugung von Wasserstoff gewinnen.

Was aber in den Medien bis heute unerwähnt bleibt, ist die Tatsache, dass zur Herstellung des immensen europäischen Wasserstoffbedarfs Unmengen von Wasser benötigt wird. Und dies in Ländern, wo die Süßwasserreserven eher selten und wegen der dürftigen Regenfälle auch endlich sind. Es müsste geprüft werden, welche Auswirkungen das Projekt Desertec 3.0 auf die landwirtschaftliche Wasserversorgung und auch die Trinkwasserversorgung in den betroffenen Regionen hätte.

Da bei der Verbrennung von Wasserstoff Wasser entsteht, werden wir in Europa mit dem Import von Wasserstoff als Folge Unmengen von Wasser „importieren“. Stellt sich auch hier die Frage, welche Auswirkungen dies auf unser europäisches Klima haben könnte.

Johann Pelzl

Rosenheim

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