Besinnung auf das Evangelium notwendig

von Redaktion

Zur Berichterstattung über die Missbrauchsfälle in der Katholischen Kirche und den Synodalen Weg (Politikteil):

„Du sollst nicht falsch Zeugnis geben“, (Mt. 19,18) erklärt Jesus Christus. Andernfalls wird eine gedeihliche Gemeinschaft zunehmend schwierig, ja unmöglich. Dies gilt nicht nur für die katholische Kirche, sondern gerade auch für die Berichterstattung und Kommentierung.

Es ist wahr, dass sich Menschen der Kirche schwer versündigt und anderen geschadet haben. Solche Vorfälle bedürfen der Untersuchung und entsprechender Ahndungen. Üblicherweise verbergen Täter ihre Taten. Erst im Nachhinein kann gegen sie gehandelt werden. Viele Berichte empören sich über die angebliche Untätigkeit der Kirche.

Da erst nach Beweisfindung ge- und verurteilt werden kann, ergeben sich Verzögerungen und Versäumnisse, die oft durch die Unfassbarkeit der Taten erklärt werden können. Insbesondere Kardinal Joseph Ratzinger und Johannes Paul II. sei Dank, dass in Zukunft hier effektiv reagiert und durchgegriffen werden kann.

Kirchentreue, praktizierende Katholiken unterstützen durch Gebet und Treue im Glauben Sühne für die Sünden der Täter und erbitten Heilung für die Opfer. Dies zu verschweigen und zu relativieren, ist falsches Zeugnis wider die Kirche.

Wie bereits von Papst Franziskus gefordert, ist eine Besinnung auf das Evangelium bei allen kirchlichen Handlungen erforderlich. Hier, in Jesus Christus und im Heiligen Geist liegt der Schlüssel zur Besinnung und zur Umkehr zu christlichem Leben.

Im Postulieren unhaltbarer Zusammenhänge von kirchlicher Lehre einerseits und Sündhaftigkeit andererseits entstehen falsche Zeugnisse sowohl bezüglich der kirchlichen Lehre als auch bezüglich des Lebens der vorbildlichen Mehrheit geweihter Priester.

Dr. Stephan Maria Hitzel

Raubling

Alle Achtung für die Reihenfolge der Artikel-Überschriften: „Razzia beim Kardinal“, „Priester missbraucht weiter“, „Söder will weiter Staatsleistungen für Kirche“. So viel subtilen Humor hätte ich der Redaktion gar nicht zugetraut.

Andreas Zahn

Waldkraiburg

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