Zu den Berichten über die Energiekrise und die Pläne der Ampelkoalition in Berlin (Politikteil):
Hiermit möchte ich mich bei Bundesminister Robert Habeck öffentlich entschuldigen, weil ich ihn fälschlich für klug gehalten habe. Es ist nur eine Frage der Zeit, dass allen Lebewesen das Atmen verboten wird, denn jeder Ochse, auch er pustet CO2 aus. Ich empfehle Robert Habeck, dass er sich um seine Hühner kümmert und die klimaneutral züchtet.
Anton Bohrer
Riedering
1,2 Millionen Ölheizungen und 800000 Gasheizungen, die vor 1985 eingebaut wurden, dürfen nach 2015 nicht mehr betrieben werden. Dieses Aus der Heizkessel wurde schon in der Energieeinsparverordnung 2014 vorgeschrieben. Diese Zahlen wurden von der Statistik des Zentralinnungsverbands des deutschen Schornsteinfegerhandwerks (ZIV) ermittelt. Der Aufschrei der betroffenen Heizkesselbetreiber blieb aus. Heute überschlagen sich die Szenarien über das angekündigte Verbot von fossilen Brennstoffen zur Wärmeerzeugung in den Medien. Ein Weiterbetrieb der vorhandenen Öl- und Gasheizkessel soll ja nicht generell verboten werden. Wer den Ausstieg von fossilen Energieträgern umsetzen will, kommt an so einer unpopulären Entscheidung nicht vorbei. Eine Umrüstung der Wärmeerzeugung kann auch schrittweise erfolgen. Hüten sollte man sich vor übereilten „Paniksanierungen“.
Rainer Tschichholz
Kolbermoor
Die Ampelkoalition setzt Immobilienbesitzer unter Druck, auf Wärmepumpen umzustellen. Konventionelle Heizsysteme sollen nur noch erlaubt sein, wenn 65 Prozent der Heizenergie aus regenerativen Energien besteht. Aber schafft die Wärmepumpe rein rechnerisch dies überhaupt?
Ja, die Wärmepumpe hat keine Emissionen, aber die Kraftwerke zur Stromerzeugung dahinter schon. Eine kleine Rechnung: Der Anteil der regenerativen Energien in unserem Strommix liegt im Jahresmittel derzeit bei 44 Prozent. Die anderen 56 Prozent sind Kohle und Erdgas. Also kann eine Wärmepumpe die 65 Prozent gar nicht erreichen. In der Realität ist es jedoch noch schlimmer, denn in der Heizperiode liegt unser Strommix nur bei 30 Prozent regenerative Energien.
Die Wärmepumpe wird zur CO2-Schleuder bei der Stromproduktion. Private Gasthermen im kommenden Jahr bei Neuinstallationen zu verbieten, ist an Dummheit nicht mehr zu überbieten, denn die Gasverstromung, die ab April weiter steigen wird wegen des Aus der Kernkraftwerke, hat nur einen Wirkungsgrad um 55 Prozent. 45 Prozent gehen schon im Kraftwerk als Abwärme verloren und nochmals rund sieben Prozent in unserem Stromnetz.
Eine private Gastherme hingegen wandelt das Erdgas zu 100 Prozent in Wärme um. Demnach ist die CO2-Emissionsbilanz einer Gasheizung sogar besser. Und diese Regierung will, dass die Bürger zwischen 30000 und 50000 Euro ausgeben für eine Heizmethode, die bei unserem derzeitigen Strommix im Winter deutlich schlechter ist.
Hier sieht man mal wieder, zu welch katastrophalen Entscheidungen es führt, wenn Studienabbrecher und Politiker mit Physikdefiziten meinen, über die Köpfe von Fachleuten entscheiden zu müssen. Absolut unverständlich ist, dass der Widerstand gegen diesen politischen Schwachsinn in der Bevölkerung nicht größer ist.
Herbert Sax
Großkarolinenfeld