Klimakatastrophe ist keine Fiktion

von Redaktion

Zum Kommentar „Ein Fall für den Verfassungsschutz“ (Seite 2) und zur laufenden Berichterstattung über Energiewende und Klimapolitik:

In Spanien leiden die Menschen unter einer Hitzewelle, extremer Wassermangel herrscht in Südeuropa, die Gletscherschmelze beschleunigt sich und Ihr Autor schreibt in seinem Kommentar pointiert über jene, die noch den letzten Tropfen Öl fördern und verkaufen wollen. Späßle g’macht!

Nein, er wütet gegen die Klima-Aktivisten, die uns auf unangenehme Weise verdeutlichen, dass uns erheblich schlimmere Einschränkungen unserer Lebensweise blühen als Verkehrsstaus.

Andreas Zahn

Waldkraiburg

Ein Zitat von António Guterres, dem UN-Generalsekretär aus dem April 2022: „Wir sind auf der Überholspur zur Klimakatastrophe: versinkende Großstädte, nie da gewesene Hitzewellen, furchtbare Unwetter, weit verbreitete Wasserknappheit, das Aussterben einer Million Pflanzen- und Tierarten. Dabei handelt es sich weder um Fiktion noch um Übertreibung. Vielmehr handelt es sich um das von der Wissenschaft erwartete Ergebnis unserer derzeitigen Energiepolitik.

Wir bewegen uns auf eine globale Erwärmung zu, die um mehr als das Doppelte über dem in Paris vereinbarten Wert von 1,5 Grad liegt.“ „Global“ heißt: Inklusive der 71 Prozent Wasseroberfläche – über dem Land würde die Erwärmung dann sicher mehr als sechs Grad bedeuten!

In der Ausgabe vom 27. April wird nun gemeldet, dass Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU) mit zwei Milliarden Euro weitere Wissenschaftler nach München locken will. Seltsam, denn vielen Wissenschaftlern glaubt er ja doch nicht (siehe Klima).

Gleichzeitig wird gemeldet, dass Friedrich Merz (CDU) meint: „Wenn wir in den nächsten zehn Jahren die Weichen richtig stellen, sind wir auf einem guten Weg.“ Auch Geisterfahrer denken meist, sie seien auf dem richtigen Weg!

Die Hoffnung auf Kernfusion ist illusorisch; auch der Bau neuer Kernspaltkraftwerke dauert genauso lang wie die Planung der Entsorgung deren Abfalls – nämlich Jahrzehnte. Leider sind die nächsten Wahlen erst im Oktober.

Dr. Bernhard Liesenkötter

Rosenheim

Unter der Regierung Kohl wurde die Deutsche Bundesbahn (DB) zerstört, durch die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft. Die Folge-Regierungen Schröder und Merkel unterstützten die Zerstörung aller Geschäftszweige der DB. In der Folge begann die größte Umweltzerstörung in der Bundesrepublik Deutschland.

Seit 1997 fuhren Millionen von Lkw aus der BRD durch Tirol nach Italien. Die Folgen wurden durch große Umweltschäden in Europa sichtbar. Die Bedenken der Jugendlichen um Greta Thunberg und der Wissenschaftler wurden belächelt. Demonstrationen von Erwachsenen wurden als kriminell bezeichnet. Die Arroganz der Politiker wird durch die Aussage des früheren Verkehrsministers Alexander Dobrindt (CSU) sichtbar, nach der man Aktivisten hart bestrafen sollte! Wenn die Umweltzerstörer in der Politik über die Opfer richten wollen, ist es an der Zeit, dass das Volk wach wird!

Theo Kießling

Rosenheim

Herr Stacheter hat in seinem Leserbrief vom 22./23. April zum Thema E-Mobilität bei seiner Rechnung nicht berücksichtigt, dass laut Bundesumweltamt 2022 die CO2-Emissionen des deutschen Strommixes lediglich 438 Gramm CO2 pro Kilowattstunde betrugen (statt 940 Gramm pro Kilowattstunde für Braunkohle). Berücksichtigt man den Leitungsverlust von drei Prozent je 1000 Kilometer Stromleitung und einen Ladeverlust von zehn Prozent, so ergibt sich für sein E-Auto eine CO2-Emission von 9,9 Kilo auf 100 Kilometer. Dies ist exakt 50 Prozent seines sparsamen Dieselfahrzeuges. Herr Stacheter, bitte fahren Sie weiterhin ohne schlechtes Gewissen mit Ihrem E-Auto, selbst wenn Sie ab und zu an einer Ladesäule tanken müssen.

Günter Lange

Kiefersfelden