Einkommensminus ist Realität

von Redaktion

Zur Berichterstattung über die aktuellen Lohnverhandlungen (überregionaler Teil):

Gegenwärtig wird häufig auch in Kreisen der Politik über zu hohe Lohnforderungen geklagt. Teile der Bevölkerung erleiden aber ein reales Einkommensminus. Bei den bayerischen Pensionären werden 2022 und 2023 zusammengerechnet aus 100 Euro etwa 90 Euro – ein reales Minus von zehn Prozent (Berechnung: Tarifanpassung in Höhe von 2,8 Prozent zum 1. Dezember 2022 bei einer Inflation von 6,9 Prozent in 2022 und 6,0 Prozent in 2023). Grund ist der Umstand, dass die Bayerische Staatsregierung die vereinbarte ergänzende Einmalzahlung den Pensionären stillschweigend nicht bezahlt. Interessant ist insbesondere die Tatsache, wie wenig diese Sachlage Politik und Medien in Bayern interessiert. Wenn kein Geld da ist, sollte man dies offen sagen. Aber gegenwärtig hat man mit Blick auf die bevorstehenden Landtagswahlen nicht den Eindruck, dass es der Staatsregierung an Geld fehlt. Die Betroffenen sollten sich am 8. Oktober daran erinnern.

Wolfgang Kuhn

Tuntenhausen

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