Hausbesetzungenlegen einen Finger in die Wunde

von Redaktion

Zur Berichterstattung über die Hausbesetzung in Rosenheim (Regionalteil):

Nein, ich bin kein Revoluzzer oder Kommunist. Aber was zeigt uns eine Hausbesetzung eigentlich an? Sie legt den Finger in eine Wunde, über die kaum einer (öffentlich) spricht: Wohnungsnot, steigende Mieten, Zersiedelung der Landschaft und wachsendes Verkehrsaufkommen sind damit eng verbunden.

In den Straßen und an den leer stehenden Häusern sind die Versorgungsleitungen bereits verlegt. Wasser, Kanal, Strom, Telefon, Glasfaserkabel – eventuell sogar Fernwärme. Und doch werden sie nicht genutzt.

Ein Beispiel: Ein Zweifamilienhaus in der direkten Nachbarschaft in der Nähe von München steht seit über 30 Jahren leer. Der Garten – mehr als 900 Quadratmeter – ist Wildnis, oder ein Biotop. Wie man will. Die Fenster sind größtenteils eingeschlagen, das Dach hat Löcher, der Balkon ist runtergebrochen. Landstreichern dient es manchmal als Bleibe. Die Nachbarn beschweren sich – zu Recht. Im Grundgesetz der BRD steht „Eigentum verpflichtet“.

Meine Anregung: Dem Eigentümer solcher Objekte sollte eine Frist von fünf Jahren auferlegt werden, um das Objekt einer sinnvollen Nutzung zuzuführen. Anderenfalls sollte es versteigert werden. Das wäre ein Gewinn für alle.

Robert Kraus

Stephanskirchen

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