Zu den Berichten über die gestiegene Zahl von Kirchenaustritten (Politik- und Bayernteil):
Bei der hohen Anzahl der Kirchenaustritte und der Überschreitung von einer Million wird die Schuldzuweisung immer heftiger. Ihre Autorin glaubt, die Hauptschuld in der Person des jetzigen Papstes zu sehen. Ich bin zwar der gleichen Ansicht, glaube aber auch, dass das Kirchenoberhaupt Angst vor den Konsequenzen im Vatikan hat. Er will aus seinem Bett noch eine Zeitlang aufstehen.
Richard Hofbauer
Rosenheim
Die Dramaturgie könnte nicht plakativer sein: Nachdem Jesus in der Synagoge von Kafarnaum gelehrt hatte (Johannes 6:48-69), dass Er das Brot des Lebens sei und der, der davon isst, nicht sterben wird, stritten sich die Leute und zweifelten, wie Er ihnen sein Fleisch zu essen geben könne. Er antwortet: „Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm. Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben.“ Es kommt zur Spaltung, viele Jünger ziehen sich zurück: „Was er sagt, ist unerträglich. Wer kann das anhören?“ „Da fragte Jesus die zwölf: Wollt auch ihr weggehen? Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes.“
Bei Cäsarea Philippi fragt Jesus die Apostel: „Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“ Simon Petrus antwortete: „Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!“ Jesus sagte zu ihm: „Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.
Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.“ (Matthäus 16:14-19).
Hier entspringt die kirchliche Sendung in der Annahme der Gebote Jesu Christi – Recherche wird feststellen, dass das Lehramt dieser Löse- und Binde-Verantwortung nachkommt.
Zeitgeistliches Kirchen-Bashing verwirrt, löst und verbindet nichts.
Dr. Stephan Maria Hitzel
Raubling
Ich bin zutiefst enttäuscht von der Kirche, ihrem Vertuschen, Hinnehmen und Ermöglichen von neuen Straftaten der Missbrauchstäter, von den Lügen und der Untätigkeit. (Aus Steuergeldern) hochbezahlte sogenannte Würdenträger wie Rainer Maria Wölki, Franz-Peter Tebartz-van Elst, ein untätiger Georg Gänswein ohne Amt, der mit seinem Papst die Kirche ins Mittelalter führen wollte. Dazu so viele andere, die ihre Unfähigkeit und Entfremdung von der Lehre Jesu offenkundig bewiesen haben. Sie schädigen nachhaltig die Kirche, fordern die massenhaften Austritte heraus. Von diesen Menschen Konsequenzen zu erwarten, kommt dem Irrglauben gleich, ein Auto ohne Motor sei verkehrstüchtig.
Aber was ist mit den Seelsorgern, die für ihre Gemeindemitglieder da sind, ihnen helfen, sich einsetzen und das Wort Jesu leben und predigen, den Bürgern den Auftrag Jesu nahebringen und die davon ausgehende Kraft weitergeben? Diese Seelsorger muss man unterstützen, in die Gesellschaft voll und ganz integrieren, Respekt entgegenbringen und sie spüren lassen, dass man sie mag und braucht. Nicht der Kirchenaustritt ist richtig, sondern der Wille und die Unterstützung zum Neuaufbau.
Ich nehme das Beispiel unserer Stadtteilkirche. Da gibt es den Pfarrer Andreas Maria Zach, volksnah, bayerisch, bodenständig, der die Menschen mag und dies zeigt. Ein Philosoph, der in seinen klugen Predigten die Lehren Christi verständig erläutert, zur Mitarbeit auffordert. Und es gibt Hannelore Maurer: gebildet, schreibt gute Artikel und Bücher, spendet hilfreich einfühlenden Trost.
Sie brauchen unsere Anerkennung, unsere Mitarbeit am Neuaufbau. Jesus sagte: „Meinen Frieden gebe ich euch.“ Leisten wir unseren Beitrag, den Frieden zu leben und weiterzugeben, gemeinsam mit unseren Seelsorgern.
Helmut A. Meier
Rosenheim