Ein skandalöses Interview

von Redaktion

Zum Bericht „Eklat im Morgenmagazin“ (Politikteil):

Wer diesen Eklat wirklich verstehen will, muss sich das „Interview“ unbedingt anschauen. Mir hat allein schon die Begrüßung von Frau Hayali den Boden unter den Füßen weggezogen. Nach der Explosion in einem Krankenhaus mit vielen toten Zivilisten, vielen Schwerverletzten, unschuldigen Kindern, Frauen, Männern begrüßt sie den palästinensischen Botschafter mit den Worten „Einen schönen guten Morgen…“. Was soll Salah Abdel-Shafi an diesem Morgen schön finden? Wären wir lieber Menschen im Gazastreifen oder Israelis? Geht hier nur ein für die oder für die anderen? Wo bleiben Demonstrationen für das Ende dieses Wahnsinns, wo ist die UN, wo sind unabhängige neutrale Beobachter, wo die Blauhelme?

Und für Frau Basaran, Herr Salah Abdel-Shafi sagte: „Jegliche Angriffe auf Zivilisten, egal von welcher Seite, sind völkerrechtswidrig. Und diejenigen, die so etwas begangen haben, müssen zur Rechenschaft gezogen werden.“ Die eine Seite wird an die Einhaltung der Menschenrechte erinnert, die andere Seite verurteilt und darf sich am besten gar nicht zum Kontext äußern. Terror, im Duden nachzulesen, hat die Bedeutungen Verbreitung von Angst und Schrecken durch Gewaltaktionen besonders zur Erreichung politischer Ziele; Zwang, Druck durch Gewaltanwendung oder auch große Angst verbreiten. Ja, große Angst haben die Kinder in Israel und in Gaza. Und Geld wird hier nicht viel helfen. Damit kann man sich keine Mama kaufen, keine Toten zurückbringen.

Katharina Sailer

Bruckmühl

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