Zu „Das neue Testament ist kein Zeitzeugenbericht“ (Leserbriefe):
Ich bin froh, dass es noch mutige Menschen gibt, die sich so nüchtern und kritisch mit dem Thema auseinandersetzen – und öffentlich dazu stehen. Jeder der drei Leserbriefe enthält einen anderen Ansatz, den es durchaus zu hinterfragen gilt.
Sabine Urgibl
Haag
Die Vorgehensweise der Briefeschreiber ist entlarvend. Sie erklären die Heilige Schrift zum Märchenbuch, stellen ungehemmt auf den Kopf und behaupten Widersinniges. Der Gottessohn wusste aber um das Wirken solcher Menschen und sandte nach seiner Rückkehr zu Gott die Geister der Wahrheit. Drei Jahrhunderte konnten sie die Lehre Christi verbreiten, dann wurde ihr Wirken von der Kirche brutal unterbunden. Zahllose Christen, die den Geisterverkehr wollten, wurden bestialisch gequält und dann auf Scheiterhaufen verbrannt. Bis in die Neuzeit hat Christus keine Propheten mehr gesandt, um sie nicht dem Fanatismus des Klerus preiszugeben. Wo aber die Geister Gottes verdrängt werden, regieren die Geister der Tiefe. Diese inspirierten fortan die Kirche und machten aus ihr einen geistigen Trümmerhaufen. Es gibt keinen dreifaltigen Gott, Christus ist nicht Gott, es gibt kein Ruhen im Grab, das Leben geht nach dem Sterben sofort in der geistigen Welt weiter, es gibt keine ewige Hölle, wir werden wiedergeboren. Heute herrscht zwar geistige Freiheit und die Macht der christlichen Kirchen ist gebrochen, aber die Menschheit weiß immer noch nicht, wer sie ist und wovon Christus sie erlöst hat.
Guido Kreutzer
Waldkraiburg