Zum Bericht „Bühne für Verschwörungstheoretiker?“ (Regionalteil):
Der Kabarettabend „Spitze Zungen“ im Rosenheimer Kuko war ein voller Erfolg, obwohl doch Beobachter der rebellischen Umtriebe so besorgt davor gewarnt hatten. Schön war’s, der Saal rappelvoll, es wurde gelacht. Ludger K. erinnerte mit seinem Programm „Orwell war ein Optimist“ daran, dass es auf Mallorca eine Maskenpflicht am Strand gab. Ihm hätten vor allem die FKK-Anhänger leidgetan, deren nahtlose Bräune durch eine weiße Raute im Gesicht entstellt wurde. Der Schweizer Marco Rima teilte mit, dass er seinerzeit noch durch Vater und Mutter entstanden sei, nicht durch einen Samenspender und eine Person Nr. 2 mit Uterus. Er verkörperte genial Dr. Dr. Hugo I. Weiss, einen Verächter der Naturheilkunde, der dank vieler Pillen und „Zäpfelis“ aus der Pharmaküche nicht mehr ganz rund läuft. Lisa Fitz bereut, sich jemals für Emanzipation eingesetzt zu haben, angesichts von Politikerinnen wie Ursula von der Leyen und Annalena Baerbock. Sie geht davon aus, dass wir in 20 Jahren die heutige Zeit als „gute alte Zeit“ betrauern werden, wo wir noch nicht von Robotern regiert wurden, und wo im Parlament statt künstlicher Intelligenz noch natürliche Dummheit herrschte. Nächstes Jahr wollen die Kabarettisten wiederkommen. Sehr zu empfehlen, wenn uns auch sicherlich wieder ein moralinsaurer Warner den Spaß wird verderben wollen.
Brigitte Lichtenau
Rosenheim