Zu „Menschen handeln, wenn es schmerzt“ (Interview mit IHK-Geschäftsführer Manfred Gößl auf Wirtschaft in der Region):
Die Unternehmer beklagen sich über die zunehmende Flut von Gesetzen und Verordnungen. Es gäbe ein ganz einfaches Mittel dagegen. Das wäre ein Gesetz, dass man ein neues Gesetzoder eine Verordnung erst dann verabschieden darf, wenn ein anderes Gesetz oder eine andere Verordnung mit mindestens der gleichen Anzahl von Wörtern außer Kraft gesetzt wird.
Volker Lasser
Ampfing
Die Unternehmen beklagen zu Recht den Bürokratie-Wahnsinn. Es gibt in Deutschland 3,4 Millionen Unternehmen mit einem Umsatz von rund 6,8 Billionen und 35,1 Millionen Beschäftigten. Alle klagen über den überbordenden Bürokratismus der sie insbesondere zu teils unerfüllbaren Statistik-, Berichts-, und Dokumentationspflichten zwingt. Wer ist eigentlich für die gerade in letzter Zeit dramatisch ansteigenden Anforderungen verantwortlich? In der Vergangenheit hat die Wirtschaft auch ohne diesen Irrsinn gut funktioniert und dem Land ging’s recht gut. Es kann doch nicht sein, dass ein kleiner Handwerksbetrieb mit zwölf Mitarbeitern jeden Monat einen Mitarbeiter für drei Arbeitstage abstellen muss, nur um den Berichtspflichten nachzukommen. Oder dass ein anderer mit vier gewerblichen Mitarbeitern selbst keine praktische und kreative Arbeit mehr leisten kann, nur um seinen Dokumentationspflichten nachzukommen. Liebe Unternehmer, wie lange wollt ihr euch diese Drangsalierung noch gefallen lassen? Es wird höchste Zeit für eine gemeinsame Aktion des zivilen Ungehorsams im Sinne Mahatma Ghandis. Das ist meines Erachtens dringend erforderlich und notwendig soll der BRD-Karren nicht endgültig an die Wand gefahren werden. Noch besser wäre 50 Prozent der dafür Verantwortlichen zu entlassen und dann Roland Berger mit der Rationalisierung zu beauftragen. Dann wären auch wieder genug Arbeitskräfte am Markt.
Gerhard Schulz
Bad Aibling