Zum Bericht „Die Bauern sind fix und fertig“ (Bayernteil):
Jeder ist sauer, wenn ihm Privilegien gestrichen werden. Da geht es den Bauern nicht anders als den Rest der Bevölkerung. Aber mal ganz ehrlich, liebe Leser – habt ihr euch nicht auch schon mal gefragt, warum die Bauern immer größere Traktoren fahren? Auf einer normalen Straße wird es schon problematisch, wenn einem ein solch großer Traktor entgegenkommt. In dem Artikel ist der Milchbauer Sedlmair mit seinem schönen neuen Traktor abgebildet. Im Jahr benötigt dieser 60000 Liter Diesel. Ist das nicht unglaublich? Dieser Menge muss man sich einfach mal bewusst werden.
Ein Mittelklassewagen würde mit dieser Menge über 1000000 Kilometer weit fahren können. Bei den subventionierten Dieselkosten gibt es doch keinen Anreiz, Kraftstoff einzusparen. Weder beim Kauf noch beim Betrieb. Ich finde es daher richtig, dass die Bundesregierung hier den Rotstift ansetzt. Anderen geht es auch nicht anders. Fendt macht da ja einen Schritt in die richtige Richtung und setzt auf E-Traktoren. Eine PV-Anlage auf das Scheunendach und damit den Traktor laden – meiner Meinung nach eine gute Idee. Selbst die Demo in Berlin ist mit unseren Steuergeldern mitfinanziert worden. Wenn die Fahrt nicht so billig wäre, wären einige nicht so weit angereist. Ich hoffe, dass die Bundesregierung nicht einknickt und es bei der Entscheidung belässt. Denn nur da, wo es den Leuten ans Geld geht, wird über Einsparungen nachgedacht. Das ist leider so. Wenn das Heizöl auch so hoch subventioniert wäre, würde auch niemand beim Heizen sparen.
Hans-Georg Althoff
Oberaudorf