Sinnloses Sterben in einem Stellungskrieg

von Redaktion

Zu den Berichten „Selenskyjs Kampf gegen die Kriegsmüdigkeit“ und „Wir dürfen die Ukraine nicht hängen lassen“ (Politikteil):

Die Ukraine steckt in einer Sackgasse. Die Sommeroffensive ist gescheitert. Es zeichnet sich ein verlustreicher Stellungskrieg ab – mit Vorteilen für Russland. Dabei hätte dieses Desaster verhindert werden können.

Vor Kurzem erklärte der Fraktionsvorsitzende der Selenskyj-Partei, Davyd Arachanija, Russland wäre im März 2022 bei den Friedensverhandlungen in Istanbul bereit gewesen, seine Truppen zurückzuziehen, wenn die Ukraine auf die Nato-Mitgliedschaft verzichtet und sich für neutral erklärt hätte. Die Ukraine lehnte ab, befeuert von Boris Johnson und den USA. Solch günstige Bedingungen wird es vermutlich nicht mehr geben. Und was macht unsere Regierung? Sie will weiter Milliarden für diesen sinnlosen Krieg in die Ukraine pumpen.

Schon Ende August hatte der frühere Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat, das Desaster vorausgesehen und zusammen mit dem ehemaligen Chef der Münchener Sicherheitskonferenz, Horst Teltschik, und dem Historiker Peter Brandt einen Friedensvorschlag gemacht. Warum hört unser Kanzler nicht auf solch kluge und erfahrene Experten und lässt sich stattdessen von Hardlinern wie Strack-Zimmermann, Hofreiter und Baerbock treiben?

„Wir dürfen die Ukraine nicht hängen lassen“, schreibt Georg Anastasiadis. Richtig. Vor allem nicht die vielen Ukrainer, die in einem sinnlosen Stellungskrieg verheizt werden.

Wilfried Rahe

Mühldorf

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