Ein Versuchder Versachlichung

von Redaktion

Zur Leserbriefseite „Fragen, viele Zahlen und ein Rat an die Verbraucher“:

Zum Leserbrief von Herrn Garnreiter möchten wir mit folgenden Informationen zur Versachlichung der Diskussion beitragen: Ausschlaggebend für den Verbrauch von Diesel in der Landwirtschaft ist in der Regel nicht – wie von Herrn Garnreiter vermutet – die zurückgelegte Strecke eines Schleppers, sondern die benötigte Einsatzzeit im jeweiligen Produktionsverfahren. Der Bedarf an Diesel ist dabei abhängig von der jeweilig genutzten angehängten oder angebauten Maschine. So können beispielsweise beim Pflügen je nach Bodenbearbeitungswiderstand 25 und mehr Liter Diesel pro Hektar verbraucht werden. Neben den Traktoren (deren Leistungen in kW unterschiedlich sein können) benötigen auch weitere selbstfahrende Maschinen in der Landwirtschaft Diesel (zum Beispiel Futtermischwagen, Hoftrac, etc). Im Ergebnis benötigt ein Familienbetrieb mit 70 Milchkühen und 50 bis 60 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche zwischen 10000 und 17000 Liter Diesel im Jahr.

Dr. Georg Kasberger

AELF Rosenheim

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