AfD – Apokalypse für Deutschland

von Redaktion

Zur Berichterstattung über das Treffen Rechtsextremer in Potsdam (Politikteil):

Seit letzter Woche weiß ich, dass ich als Helfer von Geflüchteten von Deportation bedroht sein werde, sobald die Machtübernahme durch die AfD erfolgt ist. Das Treffen in Potsdam war nichts anderes als das Pendant zur Wannseekonferenz der Nazis 1942. Für die offensichtlich sehr vielen Menschen, die davon noch nichts gehört haben, zur Erinnerung: Dabei wurde die Vernichtung aller europäischer Juden beschlossen. Sie waren damals die Sündenböcke, heute sind es Geflüchtete und deren Helfer, die für alles Übel im Lande verantwortlich gemacht werden. Damals wurde von der „Endlösung“ gesprochen, heute gebraucht man Begriffe „Remigration“ oder auch offen „Deportation“. Dass unter den Teilnehmern auch zwei Abgeordnete der Union waren, macht es noch schlimmer. Im Parteiprogramm der AfD steht ausdrücklich, dass sie fest zur Verfassung und der demokratischen Grundordnung stehe. Wo bei derartigen Plänen auch nur noch eine Spur von Recht, Gesetz und Demokratie erkennbar sein soll, bleibt mir rätselhaft. Es liegt möglicherweise an der Definition dieser Begriffe. Ulrich Singer, ehemaliger Fraktionsvorsitzender der AfD im Bayerischen Landtag, antwortete auf die Frage, wie er denn das Ende des Krieges in der Ukraine sehe, mit den Worten: „Das wird die Demokratie entscheiden, denn Russland sei ja schließlich eine Demokratie.“ Auf diese Art von Demokratie will ich lieber verzichten. Am Ende des Zweiten Weltkrieges wollte niemand von den Gräueln gewusst, niemand dafür verantwortlich gewesen sein, höchste Befehle ausgeführt zu haben. Wer die AfD wählt, tut dies im Wissen um deren Pläne und Absichten und ist persönlich verantwortlich. Es ist nicht die Alternative, es ist die Apokalypse für Deutschland.

Nikolaus Oppenrieder

Rosenheim

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