Zur Berichterstattung über die „Demos gegen rechts“ (Politik- und Regionalteil):
Letzte Woche war ein Bericht im OVB über die Demos gegen rechts, wo jetzt diese Aufmärsche auch die Kreisstädte erreicht haben sollen. Als Nichtwähler stelle ich mir die Frage, gegen wen gehen diese Menschen eigentlich auf die Straße? Anscheinend stellt für diese Leute die Partei AfD eine Gefahr dar. Es gibt allerdings keine Beweise, dass es sich um eine Nazi-Partei handelt, sonst wäre sie auch schon verboten worden. Wer das Parteiprogramm jedoch liest, sieht, dass es sehr der CSU vor circa zehn Jahren ähnelt. Die vom linken politisch-medialen Komplex organisierten Aufmärsche dienen nur der gezielten Spaltung der Menschen. Anstatt mit Bauern und Mittelstand Hand in Hand zu demonstrieren, geht man gegen einen nicht vorhandenen Gegner auf die Straße. Es wird dadurch nur abgelenkt, wie die Regierung unsere Wirtschaft mit Vollgas an die Wand fährt. Jeder, der den Narrativen wie Klima, Pandemie und Ukraine-Krieg nicht folgt, wird als Rechter abgestempelt! Sieht so eine Demokratie aus?
Dr. Maximilian Webersinger
Heufeld
Eben erst habe ich mit Tausenden Gleichgesinnter mitdemonstriert gegen den Rassismus im Land und muss nun erfahren, wie vor vier Jahren bei der Ermordung von neun Ausländern in Hanau die Polizei sträflich versagt hat und seither auch Politik wie Justiz, die diesbezüglich keinen Finger gerührt haben. Wenn in solchem Einzelfall alle zuständigen Ordnungsmächte versagen, wie soll man dann zum Gesamt-Staatswesen überhaupt noch Vertrauen haben können? Um dieses letztlich nicht zu erschüttern, wäre es höchste Zeit, die Verantwortlichen jeder Art zur Rechenschaft zu ziehen sowie den Angehörigen der Opfer Gerechtigkeit zuteil werden zu lassen.
Otto Wiegele
Rosenheim
„Nie wieder“, sagt unsere Regierung und ruft zur Demo zur Verteidigung der Demokratie auf. Steinmeier und Co verstehen sich als Bollwerk, ja als Beschützer der Demokratie. Söder möchte eine Verfassungsviertelstunde in den Schulen einführen, um unseren Kindern das Grundgesetz näherzubringen, es zu achten. Ausgerechnet von ihm, demjenigen, der während der Pandemie einem Teil der Bevölkerung die unveräußerlichen Grundrechte entzogen hat. Das Grundgesetz wurde von ihnen gefeiert auf Herrenchiemsee und niedergeprügelt auf den Corona-Demos. Dieselben Menschen, die sich als „Bollwerk der Demokratie“ sehen, haben dies während der Pandemie massiv bekämpft. Sie haben buchstäblich das Grundgesetz aus den Angeln gehoben. Sie haben Menschen dieses Landes, die friedlich für ihre Menschenrechte und Grundrechte eintraten, verfolgt, niedergeschlagen, herabgesetzt und als Rechtsradikale und Idioten beschimpft. Sie haben unser Grundgesetz, unser Recht auf ein würdevolles, freies Leben „käuflich“ gemacht. Gnadenvoll konnte man sich die Menschenwürde, die Freiheit, mit einem Piks von ihnen zurückkaufen. Und jetzt geht es schon wieder los: Bauernproteste, Heizungsverbot-Proteste werden von unserer derzeitigen Regierung als rechte Umsturzfantasien der Demokratie gebrandmarkt. Auf den Ruf „Wir sind das Volk“ antworten sie mit „Rechtsextreme“ oder „Nazis“. „We the People“ (Wir, das Volk) – mit diesem kurzen, handschriftlich in großen Buchstaben verfassten Satz beginnt die erste Verfassung einer Demokratie in der westlichen Welt, verfasst von den Gründervätern der USA.
Größer könnte der Widerspruch nicht sein: Diejenigen, die einen Eid auf unser Grundgesetz geleistet haben, missachten und bekämpfen es im Kern. „Nie wieder“ ist jetzt.
Hubert Kirmaier
Edling
Ich glaube an meine Mitmenschen. Ich glaube an Werte wie Höflichkeit, Toleranz, Zusammenhalt und Liebe. Lange haben wir still vor uns hin geweint und die Zustände beklagt oder versucht, die AfD und die rechtsradikalen Stimmen, die immer selbstbewusster bis dahin Unsagbares lauthals herausbrüllen, zu ignorieren. Wird schon nicht so schlimm kommen, dachten wir. Es kam sogar noch schlimmer. Auf einer Art „Wannseekonferenz 2.0“ wird laut über „Remigration“ diskutiert, in Discos wird ein alter Hit mit dem Refrain „Ausländer raus, Deutschland den Deutschen“ gegrölt. Wem jetzt nicht das Herz stehen bleibt, der hat keins.
Deshalb ist es wunderbar, dass nun so viele Menschen aufstehen und Haltung zeigen. Egal, ob sie sich zu überwältigenden Demonstrationen auf Straßen und Plätzen zeigen, ein Fest für Toleranz und Demokratie feiern oder sich schützend vor ausländische Kollegen oder Nachbarn stellen. Lasst uns fest unterhaken und zusammenhalten gegen menschenverachtende Politik, gegen Hetze und gegen Rassismus in jeder Form.
Bettina Rolle
Waldkraiburg