Israel-Außenpolitikmit zweierlei Maß

von Redaktion

Zum Bericht „Baerbock wirbt in Israel“ (Politikteil):

Angesichts der gigantischen humanitären Katastrophe in Gaza ist die Berichterstattung in unseren Medien (auch in den OVB-Heimatzeitungen) sehr zurückhaltend. Dass wir jetzt ein fröhliches Osterfest in unserem christlichen Bayern feiern, während dort Kinder verhungern, sollte uns beschämen. Wie halten wir es mit unseren ansonsten immer so hochgehaltenen westlichen Werten angesichts dieses Rachefeldzuges der aktuellen rechtsradikalen israelischen Regierung? Wenn man sich darüber empört, hat das oft den Antisemitismusvorwurf zur Folge, der hierzulande schnell erhoben wird. Noch schlimmer ist jedoch, dass unsere traditionelle Freundschaft zu arabischen Ländern großen Schaden nimmt. So leidet unsere seit mittlerweile 60 Jahren mühsam aufgebaute und praktizierte Völkerverständigung mit dem Königreich Jordanien sehr, da Deutschland und seine „uneingeschränkte“ Solidarität mit der israelischen Politik bei der überwiegend palästinensisch-stämmigen Bevölkerung auf Unverständnis stößt. Außerdem wird der Vorwurf erhoben, dass einerseits Waffen an Israel geliefert werden und gleichzeitig Hilfslieferungen an die Bevölkerung zusammen mit der jordanischen Luftwaffe abgeworfen werden.

Helmut Henseler

Amerang

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