Zum Bericht „Alle Dämme sind gebrochen“ (Bayernteil):
Ich finde es ziemlich dreist, dass ausgerechnet Herr Springer ein Buch über die Verrohung gegenüber Politikern schreibt, trägt er doch selbst ständig seinen Teil dazu bei. Ich darf an den vergangenen Sommer erinnern. Kaum war der Zeitungsartikel über den Flugblatt-Fund in Aiwangers Schulranzen vor über dreißig Jahren erschienen, hat er in mehreren im Internet veröffentlichten Videos Herrn Aiwanger auf das Übelste beschimpft und in meinen Augen auch beleidigt, er hat ihn sofort mehr oder weniger als Verbrecher abgestempelt, noch bevor überhaupt klar war, was es mit der Flugblatt-Geschichte auf sich hat und bevor sich Aiwanger selbst dazu geäußert hatte. Auch bei dem von ihm beklagten Ampel-Bashing von Kabarettisten spottet die Doppelmoral jeder Beschreibung. Es vergeht keine Schlachthof-Sendung, in der von ihm nicht ein Söder-Bashing betrieben wird – mit oft fadenscheinigsten, an den Haaren herbeigezogenen Argumenten. Das sind dann übrigens auch die von ihm beklagten Fake News!
Richard Stier
Rosenheim