Zu den Berichten „Kampagne für Verbrenner“, „Wir brauchen Planungssicherheit“ und „Verbrenner-Kampagne geht schief“ (Politik- und Wirtschaftsteil):
Der EU-Plan, ab 2035 keine Neuwagen mit Verbrennungsmotor mehr zuzulassen, ist eine kurzsichtige Beschränkung technischer Entwicklungsmöglichkeiten, wenn nicht Ausnahmen etwa für Wasserstoff-Technologie und E-Fuels, also auch moderne Dieselmotoren, geschaffen werden.
Katharina Dröge (Fraktionsvorsitzende B90/Grüne, Anm. d. Red.) spricht von „klimaschädlichen Verbrennern“ und „sauberer
E-Mobilität“. Weiß sie nicht, dass bei Gesamtbetrachtung der schädlichen Umweltbeeinflussung ein durchschnittliches E-Mobil ein modernes Dieselfahrzeug erst nach rund 70000 Kilometern einholt? Solange
E-Mobile Strom nutzen, der zu mehr als 40 Prozent unter CO2-Ausstoß erzeugt wurde, fahren sie eben nicht CO2-frei, wie es uns die EU vorgaukelt.
Dies zur Dekarbonisierungs-Aussage von Dirk
Voeste, neuerdings Nachhaltigkeits-Chef bei VW, der Planungssicherheit verlangt. Fürchtet er, dass völliger Verzicht auf Entwicklung und Produktion von Verbrennungsmotoren zu einem Bumerang werden könnte? Und natürlich meldet sich auch Jürgen Resch, Geschäftsführer der DUH, die meines Erachtens eher ein Abmahnungsverein ist, zu Wort und warnt, dass „…die einzige wirksame EU-Klimaschutzmaßnahme im Verkehrsbereich torpediert…“ würde – „unter Vortäuschung falscher Tatsachen…“. Da klirrt es aber gewaltig im Glashaus!
Dr. Klaus Carsten
Bernau