In Zeiten der Konflikte: Mehr Liebe wagen

von Redaktion

Zur Berichterstattung über die Folgen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine (Politikteil):

„Warum verfolgst Du mich?“, fragte Christus Saulus auf dem Weg nach Damaskus nach seiner Auferstehung. Blind war dieser in seinem Handeln gewesen. Blind wurde er, als er Schuld und Sühne verbinden lernte. Durch die Taufe wurde er wieder sehend, zum Paulus.

Warum wurde der Eichelhäher verfolgt? Da wurde nicht nur ein Fichten- mit einem Tannenzweig verwechselt, sondern Leben mit Tod. Als vergangenes Jahr die Eichelhäher-Eltern unter dem Giebel des Hauses „Elisabeth-Höhe“ durch äußere Ereignisse beunruhigt wurden, warfen sie ihre vier Jungen verzweifelt aus ihrem Nest. Zwei konnte ich einige Tage mit Schrotbrei durchbringen.

Werden die politisch Verantwortlichen auch für die Modernisierung der zweigleisigen Bestandsstrecke bezüglich des Brenner-Nordzulaufs sehend? Gudrun Weber aus Söchtenau verarbeitet Reststoffe und -bekleidung nützlich. Könnten nicht Flüchtlinge und Asylbewerber unter Anleitung von Schneiderinnen für sich, ihre Familien und andere Bekleidung schneidern, gegebenenfalls den Schneiderberuf erlernen? Neben Spracherwerb mit sinnvoller Zeitgestaltung – statt untätig auf eine Arbeitserlaubnis warten zu müssen? Sinnfindung ist doch wohl besser als so manche Frusthandlungen.

Eine Friedenskonferenz findet Mitte Juni in der Schweiz statt, ohne dass Putin eingeladen würde. Aber der verängstigten Bevölkerung von Charkiw will man mit nach Russland reichenden Waffensystemen, die auf beiden Seiten Schrecken auslösen werden, helfen? Das weckt bei mir die Frage: Haben wir Menschen denn nichts aus der Vergangenheit gelernt? Im Alten Testament galt noch: „Auge um Auge, Zahn um Zahn“. Wann kommen wir in der Liebe zu jedem an?

Gabrielle von Kapff

Kiefersfelden

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