Zur Berichterstattung zur Rentenpolitik der Bundesregierung (Politik- und Wirtschaftsteil):
Unsere Bundesregierung denkt über Steuererleichterungen für Rentner nach, um diese länger im Arbeitsleben halten zu können. Dazu hätte ich einen Vorschlag: Wie wäre es denn, wenn man endlich den Rentenfreibetrag bei der Witwen/Witwerrente streichen würde? Als Hinterbliebener erhält man einen prozentualen Anteil der Rente, die der Verstorbene bekommen hätte. Dann gibt es einen Freibetrag von 1000 Euro, und von dem, was man über diese 1000 Euro verdient, werden von der Hinterbliebenenrente 40 Prozent abgezogen. Dies betrifft natürlich auch jüngere Menschen, die Hinterbliebenenrente erhalten. Wenn der Partner jung stirbt, ist dementsprechend auch die Rente niedrig, dann wird diese noch mal kräftig gekürzt, wenn man selbst arbeitet und über 1000 Euro verdient.
Viele würden gern mehr arbeiten, aber nicht, wenn einem vom Verdienst 40 Prozent genommen werden. Im Gegenzug hierzu bekommen andere fürs Nichtstun das Geld vom Staat einfach geschenkt. Warum sollten dann Arbeitnehmer, die oft körperlich am Ende sind, länger arbeiten?
Gertraud Hofbauer
Prutting
Da haben wir es. Wer viel gearbeitet hat, soll noch mehr arbeiten. Die Politiker haben sowieso keine Ahnung, was es heißt, als Handwerker zu arbeiten. Diejenigen, die mit ihrer Arbeit und den Steuern dafür gesorgt haben, dass Altes erhalten und Neues gebaut werden konnte, haben dadurch für die folgenden Generationen vorgesorgt. Da weiterzumachen, ist die Aufgabe der jungen Generation. Die geburtenstarken Jahrgänge haben auch mehr Steuern gezahlt. Das Übel ist, dass die deutschen Politiker das Geld in aller Welt verteilen und sich in fremde Kriege einmischen. Und die alte Leier, dass es einen Zuschuss zur Rentenversicherung braucht, ist ein Märchen. Es wird einfach zu wenig in die Rentenversicherung zurückgezahlt, was vorher versicherungsfremd aus der Rentenkasse entnommen wurde. Der Stand im Jahr 2023: 948 Milliarden Euro. Derweil hat sich der Betrag schon wieder erhöht. Jeder Beitrag, der in der Presse veröffentlicht wird, hat mit der Realität nichts zu tun. Damit sind Politiker und Presse auf einer Wellenlänge. Und die leben von den Arbeitern. Die Wahrheit wird ihnen nicht gesagt. Es reicht, dass man auf deren Kosten gut leben kann.
Nikolaus Maier
Halfing
Auch wenn seit Jahren die Diskrepanz zwischen Alt und Jung zunimmt, bleibt unser SPD-Kanzler am Renteneintrittsalter wie auch an der abschlagsfreien Rente ab 63 hängen. Die dabei zunehmenden Probleme werden inzwischen mit Steuergeldern von über 120 Mrd. Euro auf Kosten der Zukunft unseriös wegsubventioniert. Warum denkt die Regierung nicht endlich mehr an Frauen und Mütter, die mit ihren Kindern für künftige Beitragszahler sorgen und dabei im Alter auch noch wegen ihrer häuslichen Erziehungsleistungen erheblich weniger Rente beziehen als Personen mit wenig oder keine Kinder? Wurde nicht auch mit der abschlagsfreien Rente ab 63 vorrangig ein Männerbegünstigungsgesetz geschaffen? Mütter oder Alleinerziehende werden nie zu solchen Wohltaten kommen, obwohl sie für echtes Wachstum sorgen und damit oft mehr für unser Rentensystem leisten als kinderlose Erwerbstätige mit über 40 Beitragsjahren. Solche Aspekte scheinen für die angeblich so soziale SPD wie für die Koalitionspartner nicht wichtig zu sein. Selbst der Kanzler verteidigt nach wie vor diese Vorzugsrente als große Errungenschaft, die Respekt verdiene. Wo aber bleibt der Respekt des Kanzlers wie seines zuständigen Ministers Heil für Väter wie Mütter, die mit ihren Kindern neben erheblichen Kosten mit viel Zeit und Arbeit für den Fortbestand unserer Gesellschaft sorgen? Dafür mehr zu investieren, wäre für unser Rentensystem wie für unsere Facharbeiter und Pflegeprobleme effektiver und zukunftssicherer als mit Schulden über Aktien Gewinne zu erwirtschaften. Ist das nicht skandalös, wenn unser Rentensystem ein Kindervermeidungsprogramm wirkt, weil häusliche Erziehungsleistungen weitgehend als Nichtarbeit gelten? Wo bleibt hier eine propagierte feministische Wertepolitik?
Simon Kirschner
Gaimersheim