Eine weitere Renten-Schnapsidee

von Redaktion

Zur Berichterstattung über die Rentenpolitik der Bundesregierung (Politikteil):

Nachdem Lindner seine Idee „Aktienrente“ auf den Weg gebracht hat, legt Heil noch einen drauf: Steuernachlass für Leute, die nach Renteneintritt noch weiter arbeiten. Da der Minister wahrscheinlich keine Ahnung von der realen Arbeitswelt hat, weiß er auch nicht, dass sich das in der Regel nur Leute mit einem Bürojob leisten können. Wer täglich an der Werkbank oder im Friseursalon steht, wer am Fließband arbeitet, Kraftfahrer, Maurer ist, im Handwerk oder Industrie arbeitet, ist froh, wenn er nach Rentenbeginn nicht mehr in die Tretmühle muss; denn die haben meistens „Rücken“! So tut sich wieder eine neue Ungerechtigkeit auf. Die Aktienrente erhöht nicht, wie viele vielleicht glauben, die Rente, sondern soll nach Annahme Lindners den Anstieg des Rentenbeitrags gering halten. Soviel zu den Fachkräften in der Regierung. Sehr verehrtes Kabinett (Kabinettstückchen brauchen wir nicht), sehr verehrtes hohes Haus, ein Paradigmenwechsel in der Rentenversicherung ist überfällig. Schaut nach Österreich und lernt, wie Rente geht, auch wenn nicht dort alles Gold ist, so ist es doch gerechter, solidarischer, indem sich, man lese und staune, Politiker, ja alle Einkommen daran beteiligen! In Deutschland undenkbar – ist ja auch ein Feudal- und Ständestaat!

Holger Mairoll

Kolbermoor

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