Handeln gegen den Supergau

von Redaktion

Zur Berichterstattung über den Klimawandel (Gesamtausgabe):

Der Umstieg auf Sonne und Wind ist nur die halbe Miete. Bei uns eingespartes Öl, Gas und Kohle dürfen nicht anderswo verbrannt werden. Die Klimakatastrophe betrifft uns alle und eine Abwendung dieser Gefahr ist nur durch den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen möglich. Viele Bürger sind bereit, Einschränkungen hinzunehmen. Aktuell werden aber alle von uns in Deutschland, Europa und anderswo eingesparten fossilen Brennstoffe von anderen Staaten verbrannt. Das ist das Gesetz des Marktes. Mit dieser Aussage berufe ich mich auf zwei sehr bekannte Ökonomen, auf Heiner Flassbeck und Hans Werner Sinn, die beide unabhängig voneinander beim Auswerten von Daten auf diese Tatsache gestoßen sind. Es wäre also immens wichtig, dass dieser Kernpunkt zur Lösung der Klimafrage in der Politik diskutiert und nach Lösungen gesucht wird; sonst sind irgendwann einige Staaten klimaneutral, aber die Katastrophe kommt trotzdem. Leider war dieser zentrale Punkt bisher nicht Thema der Klimakonferenzen.

Die Klimakrise wurde nur von einigen 100 Millionen Menschen verursacht, aber um die 6 Milliarden Menschen möchten zu unserem Wohlstand aufschließen, egal wie, voraussichtlich mit fossilen Brennstoffen. Das wäre der Supergau. Was können wir als Bürger tun? Wir können unsere Abgeordneten daraufhin ansprechen, dass dieser zentrale Punkt auf der nächsten Klimakonferenz auf die Tagesordnung kommt.

Georg Hermannsdorfer

Siegsdorf

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