Zur Berichterstattung über Deutschlands Wirtschaft (Politik- und Wirtschaftsteil):
Derzeit läuft ein europäischer Wettbewerb männlicher Balltreter. Dazu gibt es gefühlt 80 Millionen Trainer der deutschen Mannschaft – für Unbeteiligte eine Sache zum Schmunzeln. Weniger lustig war es, als sich in der Covid-19-Pandemie (Corona) ebenso viele Expertinnen und Experten als kompetente Virologen und Epidemiologen gerierten, Ergebnisse des wissenschaftlichen Expertenrates total ablehnten.
Ein spezielles Erlebnis bei einem Biergartenbesuch war es dann auch, als sich am Nachbartisch einige Personen lautstark über die wirtschaftliche Situation Deutschlands wortwörtlich so äußerten: „Deutschland ist ein armes Land geworden, es ist hinter Thailand zurückgefallen und auf dem 24. Platz in der Welt gelandet.“ Ein höflicher Versuch darauf hinzuweisen, dass Deutschland nach den USA und China auf den dritten Platz als weltweite Wirtschaftsmacht vorgerückt sei, Japan verdrängt habe, wurde missachtet. Ebenso der Hinweis auf die Rekordzahl an Beschäftigten und dass im nächsten Jahr auch das Bruttoinlandsprodukt wieder steigen, sich die deutsche Wirtschaft schrittweise aus der unverschuldeten Krise herausarbeiten werde. Rasch war jedoch erkennbar, dass auch fundierte Argumente von Pseudo-Experten für Wirtschaftswissenschaften und Volkswirtschaft nicht angenommen werden.
Josef Draxinger
Vohburg