Schluss mit der Hetze gegen Wölfe!

von Redaktion

Zum Bericht „Aiwangers Abschussliste“ (Regionalteil):

Jedes Mal, wenn ich ein Bild eines toten Wolfs in der Zeitung sehe, steigt Wut in mir auf. Wieder wurde über den Abschuss eines „Problemwolfs“ berichtet – diesmal hat es jedoch ein unschuldiges Tier getroffen. Am 26. August wurde in der Hohen Rhön eine Wölfin getötet, die fälschlicherweise für gerissene Schafe verantwortlich gemacht wurde. Es stellte sich heraus, dass ein anderes Tier dafür verantwortlich war.

Für den Jagdverband scheint jeder Wolf ein Problemwolf zu sein. Immer wieder hört man, Wölfe hätten hier nichts verloren. Mit welchem Recht schießt man diese Tiere ab? Wölfe haben genauso ein Recht zu leben wie wir! Es macht mich wütend und traurig.

In Deutschland wurde noch nie ein Mensch von einem Wolf getötet, aber dennoch wird er als Monster dargestellt. Wer sind hier die wahren Monster? Ich verstehe die Sorgen der Landwirte, die ihre Tiere schützen wollen. Niemand möchte verletzte oder getötete Schafe sehen. Aber hier geht es nicht um sie, sondern um den Jagdverband und besonders um Jagdminister Hubert Aiwanger. Beim Jägertag im Münchner Jagdmuseum kündigte er stolz an, den Schakal ins Jagdrecht aufzunehmen und die Jagd auf Biber und Bisam zu erleichtern. Herr Aiwanger, was ist Ihr Ziel? Wollen Sie alle Tiere abschießen? Den Goldschakal gibt es in Deutschland kaum, aber er muss trotzdem weg? Unfassbar.

Vielleicht sollten Sie sich weniger auf Bierzeltauftritte konzentrieren und mehr auf den Schutz unserer Natur. Hört auf mit der Hetze gegen Wölfe! Lasst diese Tiere endlich leben!

Peter Kalina

Eiselfing

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