Zur Berichterstattung über den Sieg von Donald Trump bei der US-Wahl (Politikteil):
Eine breit gesteuerte Umfrage des „Wallstreet Journal“ zu Wahl-Kriterien ergibt ein klares Bild in Hinblick auf das, was für die Amerikaner wichtig ist, und über das, was sie besorgt. Das sind: Immigration – für 25 Prozent wichtig und besorgniserregend; die eigene wirtschaftliche Lage; Inflation, Abtreibung, „rechtsgerichtete“ Ideologien, Demokratie-Erhaltung und Klima.
Die Umfrage spiegelt latent auch die Standpunkte vieler Demokraten und Republikaner wieder. Überlagert wurde der Wahlkampf von Rufen nach Hautfarbe als Kriterium (Obama) und Mitleid für Latino-Flüchtlinge aus Südamerika von einheimischen Latinos.
Die deutlich guten Wahlergebnisse für Trump beruhen auf dem Folgenden.
Erstens: dem Volk genau „auf’s Maul schauen“ anstatt Ideologien, Partei-Prinzipien und Schrecken zu predigen. Deutlich aus den Trump-Reden im Original herauszuhören.
Zweitens: Emotionelle Störeinflüsse wie Rassen-Spaltung, also Hautfarbe als Wahlentscheidung, sind kontraproduktiv. Mehr „Farbige“ als bei der letzten Wahl wählten Trump.
Drittens: Das tun, was für das Land richtig ist: „America first“. Bei dem übergreifend starken Bezug aller Amerikaner auf ihre Nation, ein starkes Argument.
Es sind viele ähnliche Themen wie bei uns in Deutschland. Eine Lehre aus Donald Trumps Wahlstrategie wäre auch für uns in den kommenden Wahlen anwendbar, anstatt unseren mächtigen Partner dauerhaft zu beschimpfen.
Walter Wieland
Prien