Zur laufenden Berichterstattung über Klimakatastrophen und den Leserbrief „Das 1,5-Grad-Ziel ist längst gerissen“ (Leserbriefseiten):
Was nützen viele Worte, die wieder mal zum ach so heißen Thema Klimawandel um den Globus kreisen. Selbst die Veranstaltung COP29 in Baku wird gigantisch präsentiert und verschlingt in dem erdölreichen Land Aserbaidschan meines Erachtens Unmengen an Ressourcen und Energie. Um die 40000 Teilnehmer aus der ganzen Welt reisen per Flugzeug an. Aber leider bleiben westliche Regierungschefs, die sich im Kampf gegen den Klimawandel engagiert hatten, fern. Was für ein Widerspruch!
Solange egozentrische, autokratische Machthaber und Brandstifter wie Trump, Erdogan, Xi Jinping, Netanjahu und Putin das Ruder steuern, wird sich leider nicht viel bezüglich Klimaschutz bewegen. Der designierte Mr. President der USA kündigt bereits an, vom Pariser Klimaabkommen wieder aussteigen, Naturschutzbereiche reduzieren und stattdessen wieder Erdölförderanlagen vermehrt bauen zu wollen. Die Erderwärmung wird innerhalb weniger Jahrzehnte – wahrscheinlich schon bald in noch kürzerer Zeit – auf um die drei Grad statt auf 1,5 Grad ansteigen. Das ist Realismus und nicht Pessimismus. Katastrophen wie Waldbrände und folglich enorme Überschwemmungen werden stark zunehmen. Das meint auch der Klimaexperte Professor Mojib Latif. Materielle und finanzielle Schäden werden buchstäblich ins Uferlose gehen. Jedoch wird das menschliche Leid unsagbar größer sein.
„Der Mensch ist die sinnloseste Spezies. Er verehrt einen unsichtbaren Gott und misshandelt eine sichtbare Natur, ohne zu wissen, dass diese Natur, die er missachtet, der unsichtbare Gott ist, den er verehrt.“ (Unbekannt)
Heinz Höfner
Großkarolinenfeld
Die Durchschnittstemperatur vom Referenzzeitraum für das vorindustrielle Zeitalter (1850-1900), soll laut der internationalen Gemeinschaft, die Erderwärmung möglichst 1,5 Grad nicht überschreiten. Laut Geschichtsbücher und namhafter Wissenschaftler war die Durchschnittstemperatur um 1150 nach Christus geschätzt 3,5 Grad wärmer als die vom Referenzzeitraum!
Das Nationalgetränk im heutigen Bayern war damals nicht Bier sondern der Wein! Überall wurde Wein angebaut, Landshut, Regensburg oder auch in Burghausen. In einer Schrift von 1182 heißt es: „Der Winter war so mild, dass die Bäume um Lichtmess (2. Februar) schon Früchte trugen.“ (Nachzulesen: Hübschmann Schreibkalender 1818.)
Es ist nichts nachzulesen in dieser Zeit von Naturkatastrophen. Diese kamen erst später, als ab dem 14. Jahrhundert eine kleine Zwischeneiszeit einsetzte, mit Pest und Cholera, oder dass stille Gewässer jedes Jahr bis in den Juni hinein gefroren waren.
Seit Ende des 18. Jahrhunderts wird es stetig wieder wärmer. Und das lag damals, weder im zwölften noch im 18. Jahrhundert an der Industrialisierung, denn die gab es damals noch nicht. Es liegt wie schon seit Abermillionen Jahren an der „Krümmung der Erdachse“. Dadurch gibt es Sommer und Winter. Und weil sich die Erdachse selbst dreht, gibt es immer wieder bei der Krümmung leichte Veränderungen. Dadurch gibt es Eiszeiten und eben auch Warmzeiten!
Harald Lohner
Töging