Zur laufenden Berichterstattung über das drohende Aus für das „Deutschlandticket“ (Politikteil):
Das Deutschlandticket stellt eine große Errungenschaft für die Bürger unseres Landes dar. Viele können das Ticket für einen erschwinglichen Preis für alle Verkehrsmittel des ÖPNV nutzen. Wichtig ist dabei, dass das Vertrauen in das Ticket nicht immer wieder verspielt und es infrage gestellt wird. Der große Erfolg und die Resonanz in der Bevölkerung geben den Initiatoren recht. Viele Menschen sind dadurch vom Auto auf die Schiene bzw. den Bus umgestiegen. Zudem können sich viele Menschen das Ticket leisten, da es für einen Monat gilt und man damit so viel mit dem ÖPNV fahren können wie man will. Ohne diese Möglichkeit würden auf die Kunden wieder immense Mehrkosten zukommen und damit wären viele jetzt finanzielle Möglichkeiten nicht mehr vorhanden. In einigen anderen Ländern funktioniert es auch. Gerade der Umwelt zuliebe wäre es fatal, wenn das Ticket nicht mehr angeboten wird und dann viele Menschen wieder auf das Auto umsteigen müssen, da man sich in finanzieller Hinsicht die Fahrkarten nicht mehr leisten kann. Das Vertrauen muss gestärkt werden. Die Finanzierung muss so schnell wie möglich geklärt werden. Und da stehen all die Verantwortlichen nun in der Pflicht, im Sinne der Kunden zu handeln und das Erfolgsmodell nicht weiter zu gefährden und den Fortbestand dauerhaft zu erschwinglichen Konditionen zu sichern.
Bernhard Käs
Aschau
Nach aktuellen statischen Zahlen, beruhend auf dem Landesinstitut für Statistik und Bortz Lehrbuch der Statistik in den Kultur- und Sozialwissenschaften, ist gerade das Deutschlandticket ein wichtiger berufs- und arbeitsfördernder Faktor und schafft gesicherte Lohnverhältnisse und sichert, zumeist geringfügigen Arbeitnehmern und vor allem geringfügig verdienenden Mitbürgern, die im Sinne von Professor Dr. Martin Bolte in diesen schwierigen Zeiten zur Förderung der vorhandenen sozialen Ungleichheiten auszugleichen. Sein Kosten-Nutzen-Faktor ermöglicht allen sozialen Schichten, mit geringfügigem Einkommen, die Möglichkeit den öffentlichen Nahverkehr nutzen zu können. Damit erfährt das Deutschlandticket von 49 Euro monatlich einen hohen Nutzenfaktor und stellt einen Ausgleich zu den zumeist hohen beruflichen Arbeitsanforderungen in allen derzeit von Umstrukturierung, Abbau, Umschulung betroffenen Arbeitsfeldern dar.
Es sollte auch von dem derzeitig tagenden Kabinett unter Leitung von Kanzler Olaf Scholz auf keinen Fall infrage gestellt werden, um den Standort Deutschland in Politik und Gesellschaft, in Wirtschaft und Soziales zu erhalten und damit auch den Kosten-Nutzen-Faktor der Berufspendler, die die Deutsche Bahn, den Nah- und Fernverkehr nutzen und damit die Nachhaltigkeit und die hochgesteckten Ziele der im Koalitionsvertrag fest verankerten politischen Zielsetzungen zur Verringerung des CO2-Klima-Index nicht zu gefährden.
Dr. Bernhard Stalla-Köller
Rosenheim
Markus Söder ist wirklich ein Phänomen. Im März 2023 präsentierte er im MVG-Kundenzentrum noch stolz das neu einzuführende Deutschlandticket, jetzt auf einmal plustert er sich auf als bundesweit eifrigster Bekämpfer dieses „vom Bundesland Bayern nicht mehr finanzierbaren“ Produkts. Heute hü, morgen hott – bei Herrn Söder sieht man das öfters, und ich frage mich: „Ist das jetzt eine Variante einer bipolaren Störung oder Wahlkampf-Strategie? Als zufriedener Neuabonnent des Tickets schließe ich mich spontan den Argumenten von Dirk Walter an und warne alle Politiker: Lasst bloß die Finger von dem Ticket! Das Deutschlandticket ist ein geniales, innovatives, zukunftsweisendes Produkt im Verkehrswesen, mit dem man ganz easy durch den Tarifdschungel navigiert und viel mobiler ist – einfach ein Stück Lebensqualität. Und übrigens haben wir es hier mit einer Erfindung von Volker Wissing (bis 2024 FDP) zu tun, also keine Idee der Grünen! Ich denke, die Finanzierung des Tickets ist überschaubar, und speziell an den Bund gerichtet würde ich sagen: „Ihr finanziert hier und da und dort und weiß der Teufel wo mit Steuergeld-Milliarden alle möglichen Projekte auf diesem Planeten, aber die Finanzierung des Deutschlandtickets könnt ihr nicht übernehmen? Schämt euch was!“ Es wäre wirklich ein Jammer, wenn das Ticket in Folge des gegenwärtigen Polit-Hick-Hacks völlig zerfleddert von der Bühne abtreten müsste. Aber keine Sorge, es wird zurückkehren, denn es hat eine gute Substanz. „I‘ll be back!“ Als Benutzer sage ich Herrn Söder und allen Politikern und Parteien, die das Ticket abschaffen wollen: „Für mich seid ihr ganz einfach von vorneherein unwählbar. Punkt!“
Ferdinand Wagner
Rosenheim