Zum Beitrag „Bayern zahlt fast zehn Milliarden Euro Finanzausgleich“ (Politikteil):
Der Freistaat Bayern ist ein Bundesland unter 16 Bundesländern. Also ein Sechzehntel. Wir haben nicht mehr Pflichten und Rechte als die Bundesländer. Wir müssen, was die Solidarität betrifft, keines der Länder übertreffen. Die Bayern sind ein sehr fleißiges Volk. Es gibt sehr viele motivierte Arbeitnehmer und Unternehmer. Die Summe aller erstellten Produkte und Dienstleistungen innerhalb eines Jahres bildet auch in Bayern einen Teil des Bruttoinlandsprodukts von Gesamtdeutschland. Viele leisten wegen des Wettbewerbs und Ehrgeizes mancher Betriebe unnötig zahlreiche Überstunden und verzichten teilweise auf Urlaub zugunsten von Unternehmen und Beruf.
Die Arbeitnehmer möchten ihre Überstunden und Urlaub gerne in Freizeit abgegolten haben, damit sie sich für ihre nächste Arbeit gut erholen können. Das heißt, Freizeit wurde für manche ein hohes Gut. Doch anstelle von Freizeitausgleich bieten viele Arbeitgeber und Unternehmen eine Barabgeltung an. Von 100 Euro geleisteter Überstunden bleiben dann 40 Euro im Geldbeutel des Arbeitnehmers.
Den Großteil behält sich in Bayern der bayerische Staat. Wer als Arbeitnehmer in Bayern nicht mitspielt, hat verloren und im Freistaat keine Zukunft. Zahlreiche Bewerbungen verlaufen sich dann im Sande. Doch Staat und Unternehmen vergessen, dass viele Arbeiter auch in ihrer Freizeit ehrenamtlich – ohne Vergütung – in den verschiedensten Bereichen des öffentlichen Lebens arbeiten.
Dort gilt nicht das maximale Gewinnerprinzip, sondern, den größtmöglichen Nutzen aller zu erzielen.
Christian Kosalec
Rosenheim