Zur Berichterstattung über die Bundestagswahl (Politikteil):
Die Bundestagswahl ist Geschichte. Wie immer bei einer Wahl gibt es am Ende Gewinner und Verlierer, und es gibt Bürger wie mich, die sich über gewisse Dinge einfach nur wundern können. Um 18 Uhr wurden die Wahllokale geschlossen und zeitgleich gibt es schon Ergebnisse, die nur noch geringfügig vom Endergebnis abweichen. Um 18.40 Uhr wird bekannt gegeben, wie die einzelnen Altersgruppen gewählt haben. Noch besser, man weiß sogar, wie viele Wähler von der SPD zur CDU/CSU, von den Grünen zu den Linken und von der FDP zur AfD gewandert sind, also die komplette Wählerwanderung. Ist das nicht erstaunlich, wenn man bedenkt, dass die Wahl geheim ist? Ich dachte, so etwas gibt es nur in China, oder Russland. Und dann bleibt der Stimmenzähler für das BSW auch noch bei 4,97 Prozent stehen, vergleichbar mit einem 10000-Meter-Läufer, der einen Meter vor der Ziellinie zusammenbricht. Hätte das BSW die Fünfprozenthürde übersprungen, wäre das einem politischen Erdbeben gleichgekommen, was der angehenden Regierung große Probleme bereitet hätte und somit unerwünscht ist. Ich will jetzt nicht behaupten, dass es bei der Wahl nicht mit rechten Dingen zugegangen ist, aber wundern kann man sich.
Jürgen Breuer
Heldenstein