Egomanie trifft Arroganz – nicht nur bei Aiwanger

von Redaktion

Zum Bericht „Egotrips: CSU zürnt Aiwanger“ (Politikteil):

Aiwangers Egotrips wurden in dem Beitrag präzise beschrieben. Politische Relevanz hat er für die Bürger des Bayerwaldes oder Deggendorf. Wesentlich größere Sorgen machen mir die Egotrips von Ministerpräsident Markus Söder; insbesondere dann, wenn noch ein hohes Maß an Arroganz hinzukommt. Beispiele: „Ich habe keine Lust mehr, bundespolitisches Gequake von Leuten (Aiwanger) zu hören, die null Ahnung von der Sache haben.“ oder „Den schlechtesten Wirtschaftsminister aller Zeiten (Habeck), schicken wir in den Ruhestand damit er wieder Kinderbücher schreiben kann“.

In Passau dirigierte Söder im Box-Tanz eine Blaskapelle. Warum hat ihm denn keiner eine Kettensäge gereicht? Söder misst sich doch gerne mit den Großen der Welt, etwa beim Kniefall in Warschau. Kraftmeierei beim politischen Aschermittwoch muss man selbstverständlich relativieren. Zur politischen Sacharbeit: In Washington wird ein gewählter Präsident aus dem Oval Office geworfen. Die Weltordnung droht zu kollabieren. Priorität für die Union in diesen bedrohlichen Zeiten: 551 Fragen in einer Kleinen Anfrage an die Bundesregierung zu NGOs.

Eine Umfrage des Politbarometers (ZDF) zum Kurswechsel der Union in der Schuldenpolitik zeigt, 73 Prozent werfen ihr Wählertäuschung vor. Ich hoffe, dass für mich in Zukunft alle Parteien der politischen Mitte wählbar bleiben. Doch es gibt Hoffnung. Zwei Jahre noch und die zwei selbst auferlegten Amtszeiten unseres Ministerpräsidenten sind vorbei – oder doch der Rücktritt vom Rücktritt?

Ich setze bei der CSU in Zukunft auf kompetente junge Kräfte wie Daniela Ludwig, Michaela Kaniber, Ulrike Scharf, ja, auch ein männlicher Kandidat ist mit dabei: Manfred Weber.

Prof. Dr. Werner Muntzinger

Flintsbach

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