Zum Bericht „Die Kirche ist nicht am Ende“ (Kulturteil)
Da ist er ja wieder, der wohlbeleibte Repräsentant der staatstragenden Religionsgemeinschaft, dessen Gehalt der Freistaat Bayern auch von den Steuern der Atheisten und Andersgläubigen mit monatlich Bezügen von 13654 Euro fürstlich bezahlt und noch mit diversen steuerlichen Privilegien belohnt. Als Chef der Erzdiözese München und Freising, mit einem Vermögen von knapp sechs Milliarden Euro, ist er möglicherweise auch auf Kleingeld angewiesen. Warum fällt mir im Moment immer wieder der Name „Max Liebermann“ ein? Ach ja. Zum Thema. „Die Kirche ist nicht am Ende“ und „Mut zum Kult“. Kardinal Marx will sein neues Buch an den Mann bringen. Es ist halt so, dass der Kult nicht mehr beim Publikum verfängt, genau wie die archaischen Drohungen vom strafenden Gott und ewiger Verdammnis. Verfehlungen der Kirche finden sich vom Altertum bis in unsere Zeit und beeinflussen immer öfter das Verhalten der Menschen. Die Kirche und ihr Personal sind häufig nicht mehr glaubwürdig. Zweiflern empfehle ich dazu die Lektüre des zehnbändigen Werks „Kriminalgeschichte des Christentums“ des Historikers Karlheinz Deschner.
Meines Erachtens ist die Kirche zwar noch nicht am Ende, kann aber nicht verhindern, weiter in die Bedeutungslosigkeit abzugleiten. Dabei ist es für mich immer wieder erbaulich zu sehen, mit welchen Mitteln sie um ihre Macht und ihre Privilegien kämpft. Irgendwie erinnert mich das an die heutige SPD.
Claus Clemenz
Ampfing