Zum Bericht „Drama Blockabfertigung“, Regionalteil:
Selbstverständlich ist das Thema Blockabfertigung für viele Auto- und insbesondere Lkw-Fahrer ein Ärgernis. Aber der Bericht von Michael Weiser über den Lkw-Auffahrunfall erweckt den Eindruck, dass ein Wegfall der Blockabfertigung solche Unfälle verhindern würde. Schon auf der A8 wird regelmäßig für alle Fahrer auf dieses Thema hingewiesen – und das erweckt hoffentlich besondere Aufmerksamkeit. Schuld an dem Unfall sind in aller Regel mangelnder Abstand zum Vorderfahrzeug und Unaufmerksamkeit des Fahrers. Staus kann es immer geben – aus ganz verschiedenen Ursachen. Und darauf muss jeder Fahrer vorbereitet sein.
Und wenn ein Trucker sich der Grenze nähert und auf Staus nicht vorbereitet ist, dann sollte er sich über seinen Beruf Gedanken machen.
Volkmar Döring
Unterwössen
Herr Weiser schiebt in dem Artikel über den tragischen Auffahrunfall auf der Inntalautobahn direkt die Schuld den Tirolern und ihrer Blockabfertigung in die Schuhe. Das ist meiner Meinung nach unzulässig, da ja laut Paragraf 1 der Straßenverkehrsordnung jeder Teilnehmer am Straßenverkehr zu ständiger Vorsicht und gegenseitiger Rücksicht verpflichtet ist. In der Regel sind ja zu geringer Abstand und nicht angepasste Geschwindigkeit die Ursachen für derartige Unfälle. Laut Statistik sind etwa 30 Prozent der Verkehrsunfälle Auffahrunfälle. Wie ist das möglich, wo doch die Blockabfertigung nur bei uns stattfindet? Einer solch irreführenden Argumentation folgend könnten ja die Tiroler auch argumentieren, dass alleine die dreist fehlerhafte Berichterstattung unserer Tageszeitung die bayerische Wut auf die Tiroler verursacht. Beides ist falsch. Wenn ich wieder mal in Tirol bin, werde ich mein OVB-Abo verleugnen müssen.
Hans Neumayer
Schechen