Brennpunkt Rente: Himmelschreiende Ungerechtigkeit

von Redaktion

Zum Bericht „SPD-Chef Klingbeil fordert Reform des Rentensystems“, Titelseite:

Kein Tag vergeht zurzeit ohne diverse Aussagen zur Sicherung der Rentenversorgung. Politiker aller Couleur wollen den Status quo, also die 48-Prozent-Marke, erhalten. Geradezu heuchlerisch ist man bereit, auch Steuermittel dafür einzusetzen. Heuchlerisch darum, weil diverse Regierungen zuvor hemmungslos die satten Überschüsse der Rentenkassen zweckentfremdet verwendet haben. Wohl wissend, dass diese Mittel später fehlen werden. Diesen „Diebstahl“ auszugleichen, ist das Mindeste, was alle Beitragszahler erwarten dürfen. Rentenbezieher erhalten keine Geschenke, sondern den Rückfluss langjähriger Beitragszahlungen und, wenn man so will, die Rückzahlung der „Zwangskredite“ aus der Plünderung der Rentenkassen. Eine Rente deutlich höher als 48 Prozent wäre möglich, hätte es diese Selbstbedienungsmentalität der politisch Verantwortlichen nicht gegeben. Auch von den üppigen 75- Prozent-Pensionen der Beamten spricht niemand. Dort gab und gibt es anscheinend kein Finanzierungsproblem. Dafür steht immer ein randvoll gefüllter Milliardentopf bereit. Niemand spricht davon. Das könnte ja peinlich werden. Diese zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit abzuschaffen, wird diese Koalition nicht schaffen oder wollen. Die Wähler der Zukunft können und werden mit ihrer Stimme die Weichen dafür stellen.

Johann Dütsch

Bruckmühl

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