Zur laufenden Berichterstattung über die Bauarbeiten, die Verkehrssituation und die Ausbaupläne auf der A8 (Regionalteil):
Es ist eine Zumutung für die Autofahrer und die Anwohner. Die aktuelle Situation zeigt, was Umweltschützer durch die Blockade des Ausbaus der A8 eigentlich der Natur antun. Eine Baustelle führt zu Megastaus. Wie viele Abgase und wie viel Lärm produziert wird durch diese immer wiederkehrenden Staus auf diesem Streckenabschnitt! Von den Unfällen ganz zu schweigen.
Es ist ja noch nicht einmal eine Standspur vorhanden. Ansonsten könnte zumindest zweispurig gefahren werden. Durch solche Baublockaden manövrieren wir uns auch ins wirtschaftliche Abseits. Man sollte eine Abgasmessung vornehmen, um die Unsinnigkeit der Baublockade zu dokumentieren.
Ich bin für den Naturschutz und finde ihn äußerst wichtig. Ich möchte aber die Naturschützer bitten, in diesem Fall nicht weiterhin gegen den Ausbau der A8 vorzugehen. Als wir jüngst auf dem Radweg unterwegs waren, haben wir verzweifelten Autofahrern eine Möglichkeit erläutert, um den Stau zu umfahren.
Angelika Summerer-Maier
Prien
Die Bürgerinitiative „Ausbau A8 – Bürger setzen Grenzen“ will keinen gigantischen Vollausbau, sondern einen landschaftsverträglichen Anbau eines Standstreifens und den Bau von Lärmschutz nach EU-Standards. Die Kostenentwicklung ist dramatisch und der Versuch des ehemaligen Bundesverkehrsministers Andreas Scheuer, ein Contracting-System auszuschreiben, blieb europaweit ohne Angebot, weil für die Bieter anscheinend kein wirtschaftlicher Betrieb zu erwarten war. Die Kosten des Projekts sind völlig aus den Fugen geraten. Die Autobahn-Behörde vergibt nunmehr seit 40 Jahren Planungsaufträge (Steuermittel), ein realistisches und sinnvolles Ergebnis wurde bisher nicht umgesetzt. Es wird Zeit, dass die öffentliche Gebührenordnung reduziert wird und sich die Mehrkosten für die Planer nicht in höheren Honoraren niederschlagen. Wenn sich Politik und Verwaltung nicht mit dieser systemischen Problematik ernsthaft befassen, ist als Ergebnis ein Staatsbankrott absehbar.
Josef Stein
Frasdorf