Papst Leo XIV. auf den Spuren seiner Vorgänger

von Redaktion

Zur Berichterstattung über die Neuwahl des Papstes (Politikteil):

Der neugewählte Papst Leo XIV. kann sich auf mindestens drei seiner Vorläufer gleichen Namens als Vorbilder berufen. Der zeitlich nächste Papst ist Leo XIII., der Ende des 19. Jahrhunderts die sogenannte Sozialenzyklia „Rerum novarum“ verfasste, welche sich mit der Arbeiterfrage beschäftigte und deren Lösung anmahnte. Daran will der neue Papst mit seinem selbst gewählten Namen offenbar anknüpfen.

Lange vorher im frühen Mittelalter residierte Papst Leo III.. Sein Name ist untrennbar mit dem Karls des Großen verbunden. Denn er war es, welcher am Weihnachtsfeiertag des Jahres 800 den Frankenkönig Karl in Rom zum Kaiser krönte. Er begründete damit das fränkische Kaiserreich, welches bald in das deutsche Kaiserreich überging und bis 1806 bestand, das heißt, mehr als 1000 Jahre.

Und schließlich wäre da auch noch Papst Leo I. der Große zu erwähnen, der Mitte des fünften Jahrhunderts residierte und als erster bedeutender Papst überhaupt bezeichnet werden kann. Sein Pontifikat fiel in die Zeit, als König Attila mit seinen wilden Hunnen von Osten her in Europa eindrang. Nach etlichen verlustreichen Schlachten stießen sie nach Norditalien vor. Leo I. erkannte sofort, dass Rom unmittelbar bedroht war, und zog ihnen durch Italien eilends entgegen. Er traf vor den Mauern von Mantua in der Poebene auf Attila und erreichte mit klugen Friedensvermittlungen, dass dieser auf die geplante Eroberung Roms verzichtete und nach Osten abzog. Was für eine Heldentat.

Auch Papst Leo XIV. hat gleich nach der Wahl seine Friedensvermittlungen im Ukraine-Krieg angeboten. Ob es ihm wohl ebenfalls gelingen wird, Putin alias Attila so weit zur Vernunft zu bringen, dass er auf seine Angriffe verzichtet und nach Osten abzieht?

Ulrich Kretzschmar

Prien

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