Zum Leserbrief „Arbeiten für das Wirtschaftswunder“ (Leserbriefseite):
Im Grunde sollte sich jeder Arbeitnehmer überlegen, ob man die sogenannte „Work-Life-Balance“ nicht im Übermaß beansprucht. Klar, jeder möchte was von seiner Freizeit haben, und trotzdem ein bekömmliches Auskommen haben. Von nichts kommt nichts. Aber: Eltern, die beide Vollzeit arbeiten, sind mit der heutigen Sechs-Wochen-Urlaubsregel schon im Problem, wohin in den Ferien mit den Kindern.
Klar, die Großeltern richten es schon. Was ist dann aber, wenn man nicht auf diese zurückgreifen kann? Zwei mal sechs Wochen Urlaub ergibt zwölf Wochen (ohne Brückentage und so weiter). Es sind aber 13 Wochen Ferien. Bei fünf Wochen Urlaub pro Elternteil wären es zehn Wochen. Und die anderen Zeiträume? Soll man sein Kind in den Schrank stellen? Die Politik möchte, dass Paare Kinder bekommen, kümmert sich aber einen Kehricht um die Betreuung. Und das ist ein wunder Punkt im ach so familienfreundlichen Deutschland.
Thomas Forkel
Gars