Wohnungsnot und Arbeitskräfte

von Redaktion

Zu den Berichten „Wohnungsnot schadet Wirtschaft“ und „Bas will mehr Fachkräfte aus dem Ausland“ (Politikseiten):

Allein diese Überschriften und die Berichte zeigen exemplarisch, wie unfähig und planlos unsere Regierenden reale Probleme angehen. Der Leser erfährt: Jobsuchende – zum Beispiel freigeworden wegen Stellenabbau – wollen oder können keine Aufgaben in anderen Orten mit Arbeitskräftebedarf annehmen, weil ein Wohnungswechsel wegen fehlendem Wohnraum nicht möglich ist. Im anderen Fall meint unsere Arbeitsministerin Bas, wir müssen es ausländischen Fachkräften erleichtern, nach Deutschland zu kommen. Eine „Work-and-Stay-Agentur“ soll dafür aufgebaut werden. Brauchen die von dieser Agentur angeworbenen Fachkräfte keine Wohnungen? Von ausreichenden Deutschkenntnissen bei diesen Fachkräften ist wahrscheinlich nur in Einzelfällen auszugehen. Das heißt, die Zuwanderer müssen, bevor sie einsatzfähig sind, erst die deutsche Sprache und andere spezielle Fähigkeiten erwerben.

Warum ist es nicht möglich, von Millionen Arbeitslosen oder Bürgergeldempfängern eine Million für neue Aufgaben durch entsprechende Aus- und Weiterbildung zu qualifizieren? Dieser Weiterbildungsbedarf dürfte wahrscheinlich sehr viel geringer als bei kulturfremden Zuwanderern sein. Außerdem: Ist es politisch korrekt, meist ärmeren Ländern Fachkräfte abzuwerben, die sie mit entsprechendem Aufwand ausgebildet haben und die sie selber brauchen?

Gerhard Mania

Neumarkt-St.Veit

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