Zum Bericht „Wasser wird etwas teurer: Landtag beschließt Wassercent“ (Bayernteil):
Der Erfindungsreichtum mancher Politiker ist schier unerschöpflich, wenn es darum geht, dem Bürger ins Börserl zu langen. Neuestes Produkt: „Wassercent“. Aber Vorsicht, natürlich bekommt man schon immer eine Wasserrechnung. Diese entrichtet man jedoch für Technik: Sammelanlagen, Hochbehälter, Qualitätsprüfung, Leitungen bis ins Haus. Aber das Wasser selber ist kostenlos. Es fällt vom Himmel, sprudelt aus Quellen, fließt in Bächen und Flüssen, ruht in Seen und lagert im Grund.
Wohin rieseln also diese vielen Millionen oder Milliarden Cent? Da findet sich schon eine staatliche Kasse. Mit ein bisschen Fantasie könnte man das doch noch weiterentwickeln. Wie wäre es denn mit einem „Luftcent“? Der Mensch atmet völlig kostenlos den für sein Leben notwendigen Sauerstoff ein. Und noch schlimmer: Seine Ausatmung enthält vier Prozent CO2. Also jenes Giftgas, das die Klimakatastrophe bewirkt. Das muss doch unbedingt in Rechnung gestellt werden. Also noch eine gut dotierte Kasse mehr. Die Cent-Erfinder sind bestimmt schon am Grübeln.
Hans Daxer
Marquartstein