Zum Bericht „Merz: ‚Wir sind kein Spielball‘“ (Politikteil):
Ich habe mir die Neujahrsansprache des Bundeskanzlers nicht angetan, genausowenig wie die Weihnachtsrede des Bundespräsidenten. Mir reichten schon die Zitate aus den OVB-Heimatzeitungen.
Derselbe Friedrich Merz, der vom „Herbst der Reformen“ sprach, die nie wie angekündigt eintrafen, redet nun vom Jahr 2026 als „Moment des Aufbruchs“. Meine Güte, hört sich der Mann noch selber zu?
„Dafür müssen wir uns selbst vertrauen, unserem Mut und unserer Tatkraft.“ Exakt dies alles vermisse ich bei ihm selber – und beim Rest der Regierung. „Hören wir nicht auf die Angstmacher und auf die Schwarzmaler.“ Die brauchen wir gar nicht, für Angst und Pessimismus sorgt die Regierung selbst.
Der Kanzler bittet weiter um Reformbereitschaft. Wo ist diese bei der Koalition zu finden? Seinem Fazit muss ich zustimmen: Es reicht nicht! Die arbeitende Bevölkerung leistet mehr als genug und erstickt zunehmend an Steuern und Abgaben. Aber: Für diese Regierung reicht es immer noch nicht. Das schlechte Vorbild dieser Politikergarde entmutigt die Bürger immer mehr. Hätte Merz doch lieber geschwiegen angesichts seiner vielen gebrochenen Versprechen.
Anni Geuge
Waldkraiburg