Weltpolitik wie aus einem Drehbuch

von Redaktion

Zu den Berichten über den Krieg in der Ukraine und die Rolle der USA (Politikteil):

Dieser amerikanische, demokratisch gewählte Präsident der USA dreht durch. Er meint, er könne alles bestimmen, missachtet seinen Kongress, auch das Völkerrecht. Er überfällt Venezuela und warnt indirekt die restliche Welt, sich ihm nicht entgegenzustellen. Auch Grönland will er sich einverleiben. Wo bleibt die Demokratie? Dem Kriegstreiber Putin, seinem Gegenüber, macht er den Eindruck, Europa hintenan zu stellen. Sehr gefährlich! Wo bleiben die Europäer, die buchstäblich den Mund aufmachen und sich dieser Entwicklung mit deutlicher Sprache und gewichtigen Argumenten entgegenstellen.

Gottfried Thalmeier

Rosenheim

Nicht den Oscar, sondern den Nobelpreis hätte sich Präsident Selenskyj nach der sogenannten Darbietung verdient. Donald Trump hat mir in keinster Weise Optimismus gezeigt, sondern nur seine Abhängigkeit vom „Zaren“. Er hatte absolut kein Problem, Selenskyj vorzuführen und sich mit seinen Komplimenten für Putin zu überschlagen. Es war eine Hymne ohne Ende und die ganze Welt war sein Publikum – ohne Applaus. Woher diese immense Liebe kommt, kann man nur erahnen. Er spricht seinem „Freund“ Land zu, das weder ihm noch Amerika gehört. Für Trump kein Problem, denn er kennt den Unterschied zwischen „mein“ und „dein“ nicht. Alles kann und darf er (seine Aussage), man konnte es in den Nachrichten täglich verfolgen.

Er würde so gerne einen Krieg beenden, was leider bis jetzt nicht in seiner Macht war, um endlich den ersehnten Nobelpreis zu bekommen. Er hat darum auch kein Problem, selbst einen Krieg zu beginnen – egal, wenn dafür unschuldige Menschen ihr Leben lassen müssen. Sie werden einfach zu Verbrechern gemacht und Extra-Öl braucht das Land auch. Also wünschen wir uns, dass sein Wohlwollen für Europa. Deutschland insbesondere, noch anhält. Ansonsten werden wir auf einem Silbertablet Putin serviert, denn der will keinen Frieden, sondern seinen Traum vom Großreich verwirklichen. Dann würde die neu entflammte Liebe der AfD für Trump und Konsorten auch nicht helfen – obwohl, man versteht sich auch mit Putin gut. Nur mit der Demokratie hapert es gewaltig.

Karin Reynolds

Kolbermoor

Selenskyj für einen Oskar vorzuschlagen würde ich voll unterstützen – allerdings aus einem anderen Grund. Zwar sind auch zuvor Schauspieler in den USA Präsident (Reagan) oder Gouverneur (Schwarzenegger) geworden, doch dass ein Komiker, der einen Präsidenten spielt, nahtlos zum echten Präsidenten seines Landes wird, ist wohl einmalig.

In der TV-Satire „Diener des Volkes“ spielte Selenskyj einen Lehrer, der gegen die Korruption im Lande wettert, was im Internet viral geht und dazu führt, dass das Volk ihn zum Präsidenten wählt. Über drei Staffeln kämpfte er schier aussichtslos gegen die dauernden Korruptionsversuche der Oligarchen.

Die Serie fand ein abruptes Ende durch die tatsächliche Wahl des Komikers zum realen Präsidenten, was zeigt, wie verzweifelt die ukrainische Bevölkerung sein muss. Doch offenbar hat sich das Drehbuch geändert, und Selenskyj kämpft nun gegen Russland und nicht gegen Korruption. Ist offenbar auch lukrativer, wenn man sieht, zu welchem Wohlstand man es als ukrainischer Präsident bringen kann.

Selenskyj hat wohl aus seiner Filmrolle einiges gelernt. Bleibt die Frage: Ist die ukrainische Bevölkerung mittlerweile auch gescheiter geworden? Die nächste Wahl wird es zeigen, wenn es endlich dazu kommt.

Volker Freystedt

Bad Endorf

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